Am letzten Wochenende fanden die letzten beiden Läufe zur Flattrack-Weltmeisterschaft in Argentinien statt. Von ursprünglich drei deutschen WM-Teilnehmern, alle für den MSC Diedenbergen im DMV am Start, blieb in Totoras einzig der Monschauer Nikita Alyani übrig.
Der 24-Jährige Zerspannungsmechaniker fuhr dieses Jahr alle WM-Läufe, anfangs auf einer Beta der italienischen OMT Squadra Corse. Für die beiden Rennen in Totoras lieh er sich vor Ort eine 2026er Beta vom argentinischen Beta-Importeur. Der Transport des eigenen Motorrads nach Argentinien und zurück hätte 8000 Euro gekostet.
Der gebürtige Aachener mit Eltern aus Russland bzw. aus dem Iran hatte das ganze Wochenende das Glück nicht auf seiner Seite.
Mit der Leihmaschine kam er am ersten Tag nur auf einen Punkt: „Im ersten Lauf nach dem Restart bin ich sehr gut weggekommen, und war auf dem ersten Platz, dann hat mich Tim Neave in der letzten Rechtskurve weit geschickt, dann ist Bailo vor mich gezogen und in einer sehr engen langsamen Linie gefahren, wodurch ich hinten aufgelaufen und hart gestürzt bin. Im dritten Lauf bin ich selbst verschuldet gestürzt.“
Am Sonntag lag Alyani sogar kurz vor dem neuen, britischen Weltmeister Tim Neave: „Ich bin dann selbstverschuldet gestürzt, bin 10 Zentimeter neben dem Blue Groove gefahren und dann gestürzt. Hab gewartet bis alle einmal vorbei gefahren sind, dann bin ich hinterhergefahren. In Heat 6 ist mir die Notausreissleine abgeflogen und in Heat 15 bin ich leider etwas falsch die Kurve angefahren und schlicht weggerutscht.“
Nach dem Rennen, das er auf Platz 29 (Samstag) bzw. 28 (Sonntag) beendete, die WM schloss er auf Platz 16 von 61 gelisteten Fahrern ab, gab Nikita noch in Argentinien ein überraschendes, trauriges Statement ab: „Es war eine sehr schöne Erfahrung, leider das Ende meiner Rennfahrerkarriere, aber ich durfte viel von der Welt sehen und bin dafür sehr dankbar.“
Text: DMV, Foto: FIM / Jesper Veldhuizen