Es staubte gewaltig bei der letzten Disziplin des 16. Vier-Stunden-Mofarennens, dem zweistündigen Marathon. In Klein-Krotzenburg fand am Samstag, den 05. September das Finale aus insgesamt 3 Läufen im diesjährigen DMV Mofacup statt.
23 Teams in 6 Klassen kämpften in den vorhergehenden Disziplinen 60 Minuten Halbmarathon, 20 Minuten Sprint und 40 Minuten Rennen um den heißbegehrten Pokal. Sie lieferten den mehr als hundert Zuschauern über vier Stunden spektakuläre Duelle auf der alten Grasbahn in Klein-Krotzenburg. Für einige Teilnehmer gehört das Mofarennen auf dem legendären Rennplatz bereits zur Tradition. Aus den Erfahrungen der vergangenen Rennen profitierten sie schon beim Aufstellen ihrer Teamzelte im Fahrerlager.
In der Klasse mit den meisten Teilnehmern, „Open 50“, belegten BODENPROBE Platz 3 mit 166 Runden, SCUDERIA CORSA VILLSAU Platz 2 mit 176 Runden und TEAM 292 mit 189 Runden den ersten Platz. Das Team des MSC Klein-Krotzenburg, DIE BETA PROFIS , kamen mit 163 eine Runde hinter FAMSTAR auf Platz 5 von insgesamt 9 Mannschaften.
Weniger Konkurrenten fuhren in den Klassen „Pitbikes“, „Roller 70“ und in der Standardklasse mit. So erreichte PERRI RACING mit 130 Runden Platz 1 und die FLAMONGOS mit nur 30 Runden Platz 2, das HI-PER 2 RACING TEAM kam mit 179 Runden auf Platz 1, gefolgt von EIFEL RACING mit 147 Runden auf Platz 2. "EIN TEAM FÜR ALLES" schaffte als einziges Standard-Mofa, eine Piaggio Baujahr 1976, immerhin 36 Runden und erreichte damit den ersten Platz. Die Seligenstädter fieberten in jeder Runde dem Ziel entgegen: „Ankommen, bevor die Technik aufgibt.“ Sie ließen sich den Spaß nicht nehmen und verabreichten den Zuschauern bei der Preisverleihung daher auch eine Champagnerdusche.
In der Klasse TUNING waren es nur wenige Sekunden, die das OTZE RACING TEAM auf Platz 2 hinter den Erstplatzierten JUST FOR FUN führten, trotz jeweils gefahrenen 171 Runden, gefolgt von den CCM-ZWERGEN mit 163 Runden. Die SCHÜRHOAGGE und SILZER RACER traten jeweils mit zwei Teams an und legten bei der Anmeldung offenbar gleich die Reihenfolge fest.
In der Klasse PROTOTYPEN ließ die BLUE SMOKE GANG ihre Konkurrenz auf Platz 1 mit 192 gefahrenen Runden deutlich hinter sich. SPESSART SPECHTE 1 kamen auf Platz 2 mit 177 gefahrenen Runden, gefolgt von GUEMBEL GARAGE mit 161 Runden. Den vierten und damit letzten Platz dieser Klasse belegten SPESSART SPECHT 2 mit insgesamt 157 Runden.
Mit dem 1. Platz in Klein-Krotzenburg bekamen die BLUE SMOKE GANG anschließend auch den Preis als Gesamtsieger aus dem diesjährigen DMV Mofacup von Landesvorsitzenden Jürgen Schmidt überreicht. Die CCM-ZWERGE holten sich im Cup den 2. Platz und das Team BODENPROBE freute sich, dass es auf Platz 3 kam.
Dass der MSC Klein-Krotzenburg nicht nur Ausrichter von Mofarennen ist, zeigte sich in den Pausen zwischen den einzelnen Rennen. Da sah man bei einer Vorführung der Trial Motorsport Abteilung, zu welchen akrobatischen Leistungen Fahrer motorisierter Zweiräder fähig sind.
Die Rennstrecke bot in diesem Jahr auch den sieben Neulingen im Rennsport, den ROOKIES 50 und 60 ENDURANCE Gelegenheit, außer Konkurrenz erste Rennerfahrungen zu sammeln. Unterstützt von der gesamten Familie fuhren Lio, Mio, Noah, Benjamin, Aron, Levin und Ole teilweise rasanter und furchtloser als ihre große Vorbilder im Mofarennen.
Das Rennfieber, dass die Kinder antrieb, hat Einige bereits in dritter Generation erfasst. „Da braucht die Oma keine Tröte zum Rufen, ich mach‘ dat auch so!“, brach die Begeisterung aus der Essener Teambegleiterin heraus. „Wir sind zum ersten Mal hier. Der Sohn beim Mofarennen, der Enkel bei den Rookies. Aber ganz bestimmt nicht zum letzten Mal.“
Die knapp 800 Meter lange, sorgfältig präparierte Strecke wurde von den Teilnehmern gelobt. Rennleiter Guido Faber und alle Helfer rund um die Veranstaltung freut es, wenn ihr ehrenamtlicher Einsatz solchen Zuspruch erhält. Im nächsten Jahr, wenn der MSC Klein-Krotzenburg e.V. sein 75. Jubiläum feiert, gibt es für alle Motorsportfans wieder die Möglichkeit beim 17. Vier-Stunden-Mofarennen dabei zu sein. Immer am ersten Wochenende im September.
Text und Foto: Adelheid Ammon / MSC Klein-Krotzenburg