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Turbulentes Rennwochenende der DMV Goodyear Racing Days in Assen

Die DMV Goodyear Racing Days waren am vergangenen Wochenende im niederländischen Assen mit den Serien DMV NES500, DMV BMW 318ti Cup, DMV BMW Challenge und DMV Classic Masters zu Gast und erlebten dort spannende und ereignisreiche Rennen.

 

DMV NES 500

BMW Trio siegt in Assen

Mit einem Sieg für Jürgen Oehler/Henry Cerny/Florian Sternkopf (BMW M4 GT4 G82) endete der dritte Lauf der DMV NES 500 in Assen. Das BMW-Trio siegte vor Heiko Hammel/Reinhard Nehls (Audi RS3 LMS TCR) und Cameron Campbell/Charles Zwolsman (BMW M4 GT4 G82). 

Nach 50 Runden übernahm Henry Cerny zum ersten Mal die Spitze, allerdings nur für zwei Runden. Dann trat Cerny zum letzten Pflichtstopp an. Für einige Runden lag Reinhard Nehls wieder in Führung, ehe auch er zum Fahrerwechsel an die Box kam. Die Zeit nutzte Florian Sternkopf, um den M4 wieder vor den Audi zu bringen. Mit rund 17 Sekunden Rückstand fuhr Heiko Hammel wieder auf ­­die Strecke. Zwar gab Hammel noch einmal mächtig Gas, doch da Sternkopf jedes Mal kontern konnte, war das Rennen entschieden. Am Ende wurden es über 35 Sekunden Vorsprung. „Mit dem Endergebnis sind wir hoch zufrieden. Am Anfang fuhr ich relativ schnell, musste aber zunehmend die Reifen schonen. Den Abstand zum Verfolger konnte ich gut halten. Am Ende ging es wieder und ich probierte nochmals eine schnelle Runde zu fahren“, berichtete Florian Sternkopf.

Mit dem zweiten Gesamtplatz zeigte sich Heiko Hammel trotzdem zufrieden: „Es ist schon mega mit dem neuen Auto zum dritten Mal in Folge die Klasse zu gewinnen. Ein Gesamtsieg ist mit dem Auto hier normal nicht machbar, da die GT4 einfach stärker sind. Mit den zwei Stopps während der Code 60 haben wir das schon gut gemacht. Aber wenn man die zwei Stunden mit einem Satz Reifen fahren muss, zieht es sich schon nach hinten raus. Mit den frischen Reifen wollte ich Florian nochmals unter Druck setzen. Aber er hat noch nachlegen können.“

 

Spannende Anfangsphase
Heiko Hammel gehörte indes die erste Rennhälfte, nachdem er bereits im verregneten Qualifying die Polezeit herausgefahren hatte. Dahinter kämpfte Jürgen Oehler mit Kim Berwanger (Seat Cupra TCR) um die zweite Gesamtposition. Nach zehn Runden kam Berwanger vorbei und baute den Abstand auf den BMW weiter aus. Dabei fuhr der Vorjahressieger ähnliche Rundenzeiten wie der Gesamtführende. In der 26. Runde stand der Seat plötzlich im Kies, dahinter eine große Ölspur. Die Folge war eine lange Code 60, welche die meisten Teams für einen Doppelstopp nutzten. Für Berwanger/Leissing bedeutete es das Aus. „In der Anfahrt zu Turn zwei gab es plötzlich einen Knall und wir hatten ein Loch in der Ölwanne. Daraufhin bin ich auf meinem eigenen Öl ins Kiesbett gerutscht“, so Berwanger.

 Doppelsieger Julian Jansen im Zweikampf um die Spitze mit dem Cerny BMW  

Platz drei holten sich Cameron Campbell und Charles Zwolsman, die ihren ersten Stopp noch vor der Code 60 absolviert hatten. Vor allem Zwolsman, unter anderem schon bei den 24 Stunden von Le Mans am Start, legte ein hohes Tempo vor und drehte die schnellste Rennrunde. Trotzdem hieß es am Ende mit zwei Runden Rückstand Gesamtrang drei vor Koster/Heijstek (BMW M2 CS). Während Campbell/Zwolsman Platz zwei in der Cup S belegten, landeten Koster/Heijstek vor Mühlich/Driescher/Baum (BMW M240i RC-Evo) auf Rang zwei in der Cup TC.

 

Klare Entscheidungen in den Klassen
Starke Gesamtfünfte wurden Pia Ohlsson und Nils Mierschke im VW Scirocco. Ohne Schwierigkeiten absolvierte das Duo die 3-Stunden Distanz. Damit hatte man auch die Cup M im Griff, die Ohlsson/Mierschke mit großem Vorsprung auf Scholl/Capliuk/Lenz (BMW 328i E36) und Olbrisch/Erdmann/Capliuk (Nissan 370Z) gewinnen konnten. „Beim Start konnten wir uns schon ein wenig absetzten. Ich konnte mich glücklicherweise aus dem Unfall zu Beginn heraushalten. Danach war das Rennen für uns vorne sehr einsam. Aber wir haben das Beste daraus gemacht, sind schnelle Zeiten gefahren und am Ende zählt das gute Ergebnis für uns“, befand Pia Ohlsson. Ebenfalls keine Fragen gab es in der NES 3, wo sich Obermann/Bock/Rosam (BMW 325i E90) einen souveränen Klassensieg vor Schäfer/Jürgens (BMW 325i E90) sicherten. „Ich hatte leichte Probleme mit einem Reifen vorne. Die Probleme sind schleichend immer schlimmer geworden. Wir haben das dann so ausgedehnt, dass wir mit einem Wechsel weiterfahren konnten“, berichtete Christian Bock über seinen Stint. „Wir mussten die Reifen nochmals wechseln, deshalb war der Boxenstopp etwas länger. Wir hätten den Reifen nicht mehr über die volle Distanz retten können. Mit dem frischen Reifen war das Gefühl gleich wieder gut und ich konnte mich wieder vor einige Fahrzeuge setzen. In der letzten halben Stunde ist leider der fünfte Gang im Getriebe stecken geblieben“, so Lutz Obermann zum Schlussturn.

 

Spannend war die NES 1, wo es mit Wichmann/Smyrlis/Auer (BMW 318ti Cup) am Ende allerdings drei klare Sieger gab. Das Trio hatte als starke Gesamtachte zwei Runden Vorsprung auf Laube/Schwenk (BMW 318ti Cup) und Smyrlis/Koch/Wichmann (BMW 318ti Cup). „Ich bin grundsätzlich sehr zufrieden mit unserem Ergebnis. Zwischendurch hatte es etwas genieselt. Aber es hielt sich in Grenzen. Justin hat Topzeiten gefahren. Das war super. Er hat das Ding auf jeden Fall gerettet. Mein Rennen selbst war in Ordnung. Es war zwar keine Bestleistung, aber ich bin zufrieden“, erzählte Philipp Auer über sein Rennen.

 

DMV BMW 318ti Cup

Peter Elkmann gelingt erster Gesamtsieg im DMV BMW 318ti Cup

Zwei packende Rennen zum DMV BMW 318ti Cup sahen auf dem TT Circuit Assen zwei verschiedene Sieger. Im ersten Rennen setzte sich Leon Hoffmann (Hampl Motors Rennsport) gegen Sebastian Vollak (Morts Racing Team) durch. Nachdem beide im zweiten Heat eine Zeitstrafe kassierten, holte sich Peter Elkmann (Morts Racing Team) seinen ersten Sieg im Cup.

Im ersten Rennen sah es eigentlich wie immer aus. Sebastian Vollak in Front, Leon Hoffmann ganz knapp dahinter. Dann setzte sich Hoffmann in der 13. Runde vor Vollak. Und gab die Führung nach 28 Runden nicht mehr aus der Hand. Mit 5,137 Sekunden Vorsprung auf Vollak feierte der Youngster seinen zweiten Gesamtsieg in dieser Saison. „Es war mein Ziel heute zu gewinnen. Ich fuhr die ganze Zeit hinter Sebastian her, um ihn auch ein bisschen nervös zu machen. Das hat ganz gut funktioniert. Ich bin dann mehr aus Versehen vorbei. Nach einem sehr guten Boxenstopp konnte ich meinen Vorsprung etwas ausbauen. Ich bin jetzt erster, keine Ahnung wie. Aber ich freue mich natürlich sehr“, so Hoffmann zu seinem Sieg. „Jetzt sind wir Zweiter im Rennen geworden. Das ist aber kein Beinbruch. Diesmal lief es einfach nicht perfekt. Das Heck war mir heute ein bisschen zu lose. Ich weiß noch nicht ganz warum. In den Kurven konnte ich nicht so pushen, wie ich es gewohnt bin. Dann verlierst du auch so eine wenig das Vertrauen in das Auto“, erklärte Vollak die Probleme im ersten Rennen.

 Enger Fight zwischen Routinier Sebastian Vollak und Youngster Leon Hoffmann

War schon der erste Durchgang spannend, setzte der zweite Heat dem noch einmal eine Krone auf. Über die gesamte Distanz lieferten sich Sebastian Vollak und Leon Hoffmann ein beinhartes Duell um den Sieg. Drei Runden lag Hoffmann auf der Eins, ehe Vollak vorbeizog. Rundenlang blieb Hoffmann dran, ehe der Boxenstopp etwas Luft zwischen die beiden Kontrahenten brachte. Nach dem Pflichthalt fuhr Hoffmann die Lücke wieder zu. Was folgte, war klasse Rennsport. Die Entscheidung fiel in der letzten Schikane vor Start und Ziel. Beide rauschten an den Reifenstapeln vorbei durch das Kiesbett, wobei Hoffmann das bessere Ende für sich hatte. Im Nachgang hagelte es für beide Piloten Zeitstrafen, so dass Hoffmann vor Vollak lag. Allerdings hatte keiner von beiden gewonnen. „Es war ein hartes Rennen. Ich hatte einen super Start und konnte mich zunächst behaupten, habe aber dann die Pace gedrosselt und Vollak vorgelassen, um ein bisschen hinterher zu fahren. Die letzten drei Runden war es ein sehr harter Fight. Dafür haben wir auch beide Zeitstrafen bekommen. In der Schikane versuchte ich zweimal vorbeizukommen. In der letzten Runde hat es dann auch geklappt, war aber von uns beiden vielleicht nicht ganz sauber“, berichtete Hoffmann.

 

„Ich muss jetzt mit der Entscheidung der Rennleitung leben. Meiner Meinung nach passen die Entscheidungen der Rennleitung da nicht zum Gesamtbild. Ich muss das jetzt halt hinnehmen. In der Startphase hatte ich vorne links schon einen heftigen Kontakt. Seit Runde eins stand mein Lenkrad schief, wodurch die Spur nicht passte. Über die Distanz hatten dann die Reifen etwas nachgelassen, wodurch ich nicht mehr die Zeiten gehen konnte“, so Vollak zu seinem Rennen.

 

Peter Elkmann gelingt erster Gesamtsieg
Platz eins und damit seinen ersten Sieg sicherte sich Peter Elkmann, der sich aus allem rausgehalten hatte. Im ersten Rennen noch selbst von einer Zeitstrafe betroffen und dadurch den dritten Platz verloren, freute sich Elkmann über den unverhofften Gesamtsieg. „Des einen Glück, des anderen Pech. So ist es halt im Rennsport. Ich freue mich natürlichen über meinen ersten Sieg im Cup. Wir haben jetzt auch eineinhalb Jahre darauf hingearbeitet. Natürlich würde ich gerne den Sieg aus eigener Kraft einfahren“, beurteilte Elkmann den Erfog.

Durch die Zeitstrafe von Elkmann im ersten Rennen landete Henrik Seibel (asBest Racing) als Gesamtdritter auf dem Podium. Der hatte sich ab der 22. Runde vor Luca Zeller (Zeller Motorsport) gesetzt und danach den Abstand weiter ausgebaut. „Ich bin sehr zufrieden heute. Im Zweikampf ist mir dann ein Trümmerteil vor den linken Reifen geflogen. Deshalb sind wir auch rein, weil die Luft aus dem Reifen ging. Mit dem neuen Reifen bin ich auf Platz vier vorgefahren. Durch die Zeitstrafe reichte es dann noch auf Platz drei“, so Seibel.

 Das Podium der Juniorenwertung mit Henrik Seibel, Leon Hoffmann und Luca Zeller 

Zweimal Rang vier für Luca Zeller
Sein bisher bestes Rennwochenende im DMV BMW 318ti Cup absolvierte Luca Zeller. In Rennen eins musste Zeller zwar Henrik Seibel nach kurzem Kampf passieren lassen, doch mit Platz vier feierte der Youngster sein bis dato bestes Ergebnis im Cup. Auch im zweiten Heat landete Zeller auf der vierten Gesamtposition, nachdem sowohl der vor ihm platzierte Henrik Seibel, als auch Fritz Hebig (Elkmann Motorsport) Zeitstrafen kassiert hatten. „Es war ein schönes Erlebnis für mich an diesem Wochenende. Das zweite Rennen war sehr spannend. Der stehende Start ist nicht so mein Ding, aber ich konnte es gut meistern und meine Position gut verteidigen. Durch die Strafen bin ich jetzt noch auf Platz vier vorgerutscht“, sagte Zeller über sein Ergebnis. Im ersten Durchgang landete Lennart Wolf (ATT Racing) vor Roman Fellner-Feldegg (Mierschke Motorsport) auf der fünften Gesamtposition. Erst in der letzten Runde war Wolf an Fellner-Feldegg vorbeigegangen. Paul Pensler (Smyrlis Racing), Marco Grimm (Cuntz Motorsport), Peter Elkmann und Fritz Hebig komplettierten die Top 10. 

Eigentlich lag auch Stefan Hahne (Cerny Motorsport) auf Kurs unter die besten zehn. Doch der derzeit schnellste Gentlemen-Driver wurde umgedreht, so dass er in Rennen eins auf Rang elf gewertet wurde. Besser lief es am Samstag, wo er sich bis auf Platz sechs nach vorne gekämpft hatte. Auf Platz sieben über die Ziellinie gefahren, wurde es durch die Zeitstrafen schließlich Platz fünf. „Ich bin das erste Rennen sehr taktisch gefahren und habe mich aus dem Gewühle herausgehalten. Ein paar Runden vor Schluss habe ich aber angegriffen und kam in den Verkehr. Leider ist mir ein junger Pilot wohl aus Unerfahrenheit auf die Ecke gefahren. Im zweiten Rennen hat alles gut funktioniert. Ich kam relativ schnell nach vorne und habe mich aus dem Verkehr herausgehalten. Die Boxenstoppphase haben wir gut genutzt. Mit Platz fünf und Sieger der Gentlemen Wertung bin ich super zufrieden“, so Hahne. Die weiteren Positionen gingen an Wolf, Hebig, Mika König (MK Motorsport), Grimm und Constantin Laube (Smyrlis Racing).

 Stephan Hahne gewinnt zweimal die Gentlemen Wertung 

Klare Sieger bei den Youngstern und Gentlemen
Leon Hoffmann war bei den Youngstern nicht zu schlagen. Im ersten Rennen siegte er vor Henrik Seibel und Luca Zeller, während im zweiten Heat Zeller und Mika König den Sprung aufs Treppchen schafften. Zwei weitere Siege bei den Gentlemen holte sich Stefan Hahne ab. Beide Rennen gewann der Tabellenführer der Gentlemen-Wertung vor Tobias Erdmann (Georg Motorsport) und Bernd Jamin (Jamin Motorsport). 

 

DMV BMW Challenge

Julian Jansen holt ersten Doppelsieg in der DMV BMW Challenge

Julian Jansen (M4 GT4 F82) war auf dem TT Circuit Assen nicht zu schlagen. Beim dritten Lauf zur DMV BMW Challenge gewann der Newcomer beide Rennen vor Jürgen Oehler (M4 GT4 G82) bzw. Christoph Driescher (M3 V8 GTR E90).

Nach seinem ersten Gesamtsieg in Zolder ließ Julian Jansen in Assen zwei weitere Siege folgen. Dabei begann das erste Rennen mit einem Paukenschlag. Bei einem Startunfall havarierten gleich vier Fahrzeuge, die Folge war ein Startabbruch. Beim Restart nach den langwierigen Aufräumarbeiten schaltete Jansen am schnellsten, zumal Polemann Jürgen Oehler zu weit rausgetragen wurde. Als engster Verfolger zeigte sich wie schon in Zolder Christoph Driescher. Diesmal mit dem besseren Ende für Jansen. Zwar kam Driescher zeitweise näher heran, doch gegen Ende wurde dessen BMW plötzlich immer langsamer. Während sich Driescher noch auf Platz vier ins Ziel quälte, siegte Jansen am Ende mit deutlichem Vorsprung. „Es war ein schwieriges Rennen. Nach dem Restart fuhr ich als erster innen in die Kurve rein. Ich habe immer nach hinten geschaut, ob die Konkurrenz näherkommt“, so der Gesamtsieger. Driescher schilderte die Probleme gegen Ende wie folgt: „Ich hätte vielleicht noch eine Chance gehabt Julian Jansen noch zu erwischen. Jürgen Öhler konnte ich noch überholen. Danach hatte ich Aussetzer am Auto und der Motor lief nicht mehr rund. Dadurch habe ich leider die Plätze wieder verloren. Das Auto hat auch ein wenig gebrannt.“ Rang zwei holte sich dadurch Jürgen Oehler vor dem überraschenden Gesamtdritten Jos Koster (M2 CS). „Der erste Start ist gut gelaufen und ich konnte gleich einige Meter gutmachen. Aber nach dem Restart bin ich nicht richtig ins Rennen gekommen. Der zweite Platz war ja mehr oder weniger durch die Probleme des eigentlich Zweiten möglich“, so Oehler. 

Beim zweiten Rennen am frühen Samstagmorgen blieb Driescher zwar immer in Sichtweite, kam aber nicht entscheidend an Jansen heran. Dieser fuhr mit über sechs Sekunden Vorsprung zu seinem zweiten Gesamtsieg an diesem Wochenende. „Wir sind auf Platz eins gestartet und bis zum Schluss vorne geblieben, trotz Full Course Yellow und Code 60. Wir haben einen guten Restart erwischt und konnten die Führung ins Ziel bringen. Gegen Schluss konnte ich ein wenig Tempo rausnehmen“, berichtete Jansen. „Ich bin sehr dankbar, dass es so gut funktioniert hat. Ich konnte auch einigermaßen die Pace mitgehen. Aber Julian war immer so hundert Meter vorne, dann gingen die Überrundungen los. Da ist es halt entscheidend, wie gut man durchkommt“, erzählte Driescher. Platz drei ging mit knapp über zehn Sekunden Rückstand an Jürgen Oehler.

 Christoph Driescher mit Gesamtrang zwei im zweiten Rennen 

Sieben verschiedene Klassensieger
Abwechslungsreich zeigten sich an diesem Wochenende die einzelnen Klassen. Nachdem Arnd Meier (AVP ST 3,2 E90) wegen Motorproblemen gleich zu Beginn des ersten Rennens seinen BMW abstellen musste, kämpfte sich der Routinier in Rennen zwei bis auf den vierten Gesamtrang nach vorne. Der zweimalige Meister war in der GTR 2 alleine unterwegs. In der GTR 3 fuhr im ersten Durchgang Dirk Lauth (Mini R56 JCW) den Sieg ein, nachdem Stefan Hupfer (320i Evo E46) in Folge der Kettenreaktion beim Start zunächst wegen einer gebrochenen Spurstange stehen blieb. Das Team von A.V.P. Motorsport machte den Wagen in Rekordzeit wieder fit, durfte aber nicht in die erste von zwei Einführungsrunden. Die eine Runde Rückstand auf Lauth konnte Hupfer nicht mehr aufholen. Dafür lief es im zweiten Heat umso besser, wo er als Gesamtsechster und Sieger der GTR 3 das Ziel sah. „Ich kam gleich an allen Cup Fahrzeugen vorbei und nach der ersten Kurve auch hinter meinen Klassenkonkurrenten. Ihn konnte ich noch in der ersten Runde überholen. Danach hieß es nur noch Gas geben“, erzählte Hupfer.

Spannung brachte die Cup Klasse, wo sich im ersten Rennen Fabian Petzold knapp gegenüber Lutz Obermann (beide 325iS E90) durchsetzte. Die Entscheidung brachte eine fünf Sekunden Strafe für Obermann. „Ich hatte in der Schikane den Reifenstapel touchiert. Das Rennen war sehr wild. Nach dem Restart konnte ich mich gleich etwas absetzen. Von den Zeiten her war es mit dem direkten Klassenkonkurrenten eng. Am Ende fuhr ich als Erster über die Ziellinie, aber die fünf Sekunden fehlten am Schluss“, so Obermann. Am Samstag hatte sich Petzold bereits einen kleinen Vorsprung erarbeitet, als Christian Bock immer näherkam. Kurz darauf musste Petzold den Klassenkontrahenten passieren lassen, der sich damit den Sieg sicherte. „Wir haben über Nacht noch etwas am Setup geändert. Damit hatte ich am Anfang noch ein paar Probleme mich zurecht zu finden. Dann konnte ich aber von zwei auf eins vorfahren. Ich bin zufrieden mit dem Rennen“, berichtete Christian Bock. Zweimal Dritter wurde Björn Freier (325iS E46).

Noch enger ging es im 318ti Sprint Cup zu, wo sich Marius Schmid mit nur 0,231 Sekunden Vorsprung auf Tobias Klatte den Sieg holte. Dabei hatte der spätere Sieger für eine Runde die Führung verloren, diese aber umgehend wieder zurückerobert. Am Samstag drehte Deyon Cibis den Spieß um. Nach einem packenden Zweikampf konnten sich Deyon Cibis in der letzten Runde von Schmid absetzen und zum Klassensieg fahren. Während Torsten Dittmar im ersten Rennen auf Platz drei fuhr, holten sich Zinnäcker/Marx im zweiten Heat den dritten Platz in der Klassenwertung. 

 

DMV Classic Masters

Wenning und Spangenberg in Assen vorne

Andre Wenning und Gerrit Spangenberg (BMW M3 GTR E36) holten sich beim dritten Saisonlauf des DMV Classic Masters die Gesamtsiege. Auf dem TT Circuit Assen setzte sich Wenning im ersten Rennen souverän gegen Jörg Bernhard (BMW M3 GTR E36) durch. In Rennen zwei landete hinter Gerrit Spangenberg Markenkollege Ingo Baum (BMW M3 GT E36) auf der zweiten Position.

Immer dicht dran, aber zum Sieg hatte es dieses Jahr für Andre Wenning und Gerrit Spangenberg bisher noch nicht gereicht. In Assen meldete sich das BMW-Duo eindrucksvoll mit zwei Siegen zurück. Besonders souverän Andre Wenning im ersten Heat. Ungefährdet und mit über 17 Sekunden Vorsprung auf Jörg Bernhard überquerte er den Zielstrich. „Wir konnten uns nach dem Wechsel auf Trockenreifen im Qualifying ganz gut qualifizieren. Diesmal habe ich im Rennen keine Code 60 verpasst. Ich war immer schön am Pushen. Es hat Spaß gemacht“, so Sieger Wenning. Jörg Bernhard meinte zu seinem Rennen: „Mit Platz zwei kann ich gut leben, weil Andre Wenning heute einfach schneller war. Er war nicht zu kriegen und hat einen sehr guten Job gemacht. Meine Reifen waren schlecht, aber daran lag es nicht. Platz zwei ist ok für mich.“

Spannender war es in Rennen zwei, wo Teamkollege Gerrit Spangenberg zunächst dem Feld enteilte. Gegen Rennmitte kämpfte sich Jörg Bernhard, anfangs auf Rang vier zurückgefallen, an Ingo Baum vorbei. Schnell schloss der bisher dreimalige Saisonsieger auf den Führenden auf und wagte in der Schikane vor Start und Ziel den Angriff. Kurz war Bernhard vorbei, doch Spangenberg hatte die bessere Linie. In der folgenden Runde war der Abstand wieder größer, nur einen Umlauf später rollte Bernhard in die Boxengasse. „Ich konnte gerade attackieren, dann flog mir der Keilriemen weg“, so Bernhard zum Ausfall. Für Spangenberg war der Weg zum Sieg frei. „Unsere Strategie für heute war am Anfang Kampflinie fahren und keinen vorbeilassen. Das ist gut aufgegangen. Nach dem ersten Drittel war es ziemlich eng. Ich merkte aber, dass den anderen der Grundspeed fehlte und deren Reifen langsam abbauen“, äußerte sich Spangenberg zu seinem Sieg.

 Andre Wenning und Jörg Bernhard beim Start 

Baum mit Doppelsieg in der CM6
Zufrieden konnte Ingo Baum auf das Rennwochenende in Assen blicken. Nachdem Baum in Zolder nicht am Start war, meldete er sich mit den Gesamtplätzen drei und zwei zurück. Damit war ihm auch in beiden Rennen der Sieg in der CM6 sicher. „Das erste Rennen war sehr anstrengend. Ich war zwei Sekunden schneller als letztes Jahr. Für mich ist das Rennen super gelaufen. Ich habe mein Ziel erreicht. Aber ich musste höllisch auf Georg Katsikis aufpassen. Am Samstag war ich nochmal so eine dreiviertel Sekunde schneller. Beim Start konnte ich gleich auf Platz zwei vorfahren. Auf Dauer kann ich aber die stärkeren Autos nicht halten“, befand Baum.

In Rennen eins musste sich Baum erst an Georgios Katsikis (Opel Kadett C GT/E) vorbeikämpfen. Der Kadett-Treter lag zu Beginn auf der zweiten Position, musste dann aber Jörg Bernhard und kurz darauf Ingo Baum ziehen lassen. Am Ende gab es noch 20 Sekunden zusätzlich, was in Gesamtrang sechs mündete. Im zweiten Heat lag Baum bis zur achten Runde auf Rang zwei, ehe Jörg Bernhard vorbeizog. Durch dessen Ausfall hieß es schließlich Gesamtrang zwei für Baum. Dahinter sicherte sich Georgios Katsikis Platz drei, wobei das Rennen nicht viel länger hätte dauern dürfen. Denn gegen Ende rückten sowohl André Jaschinski (BMW 4.0 V8 E30) als auch Uwe Send (Opel Kadett C GT/E) immer näher heran. „Wir hatten beim Start einen richtigen Kampf, aber trotzdem sehr fair. Ich hatte dann meine Vorteile vom Auto und den Reifen gut nutzen können. Ich habe mir das Rennen eingeteilt und gerade in der ersten Hälfte etwas abgewartet. Am Ende bin ich mit Gesamtplatz drei sehr zufrieden“, so Katsikis.

 Wnning-Spangenberg behaupten sich vor Jörg Bernhard 

Uwe Send und André Jaschinski siegen in der CM5
Vier Runden musste sich Uwe Send gedulden, eher er am Freitagnachmittag an André Jaschinski vorbeikam. Danach war das Rennen schnell entschieden und Send holte sich als Gesamtvierter mit 4,379 Sekunden Vorsprung den Klassensieg vor Jaschinski. „Den Restart hatte ich gut mitbekommen, ebenso André. Ich war dann quasi auf der Jagd. An einer Ecke kam André nicht so gut heraus. Da konnte ich an ihm vorbeiziehen. Ich musste aber weiterhin Attacke machen, um André hinter mir halten zu können. Das war dann schon ziemlich anstrengend“, schilderte Send die entscheidenden Szenen.

Ganz anders der zweite Durchgang, wo Send keine gute Startrunde erwischt hatte. Der Kadett-Pilot fand sich plötzlich erst wieder hinter Stefan Geyer (Opel Kadett C) und Marco Koch (Opel Kadett C Coupe) auf Gesamtrang acht wieder. Und die Markenkollegen machten es Send nicht leicht, zumal Koch in der CM5 direkter Klassenkontrahent war. Derweil konnte sich André Jaschinski als Gesamtvierter von der Kampfgruppe absetzen. Erst als Send an beiden C-Kadetts vorbei war, wurde es noch einmal spannend. Während Jaschinski auf den langsamer werdenden Georgios Katsikis auflief, war auch Send plötzlich dran. Am Ende sorgte die Zielflagge dafür, dass es bei dieser Konstellation blieb. „Nachdem wir die ersten zwei Kurven durch waren, fiel mir erst auf, dass Uwe Send nicht da war. Da habe ich gesehen, dass er auch hinter Koch zurückgefallen war. Für mich war klar, jetzt die Flucht nach vorne antreten. Ich habe jede Runde gepusht, bin aber mit alten Reifen gefahren. Im Nachhinein eher eine Fehlentscheidung. Ich konnte aber profitieren, dass Uwe doch etwas aufgehalten wurde“, gab Jaschinski zu. Dahinter hatte sich noch Stefan Geyer vor Marco Koch gesetzt. Nur 0,391 Sekunden trennten die beiden Kadett, die beide wie schon im ersten Rennen Platz drei in ihren Klassen belegten. Die CM 3+4 ging in beiden Rennen an Martin Knof (Porsche Boxster), der zweimal Peter Jacobi im Honda Accord Type R hinter sich ließ.

 

Fariwar/Fariwar und Angelo Scalia siegen bei den Alfas
Bei den Alfas holten sich Fariwar/Fariwar (Alfa Romeo 75) im ersten Rennen vor Angelo Scalia (Alfa Romeo 75 V6) und Liese/Leupold (Alfa Romeo Giulia TS) einen souveränen Sieg. „Das Rennen hat auf jeden Fall viel Spaß gemacht. Ich war lange hinter dem Porsche festgehangen. Konnte zwar vorbei. Machte dabei leider einen Fehler und war schließlich wieder hinter ihm. Die Alfas habe ich aber heute alle geholt“, so Fariwar. Spannend war der zweite Durchgang, wo sich die drei Alfa-Piloten einen engen Positionskampf lieferten. Als Fariwar/Fariwar und Liese/Leupold fast zeitgleich ausrollten, schnappte sich Angelo Scalia den Alfa-Sieg. Platz zwei ging diesmal an Karl-Heinz Mayer (Alfa Romeo 156) vor Justus Schminke (Alfa Romeo 147 Cup JTD). „Heute bin ich sehr zufrieden. Am Anfang war es ein super Fight. Ich hatte leider nicht so gute Reifen drauf. In der Mitte des Rennens kamen sie aber gut. Da konnte ich auch richtig zusetzen“, berichtete Scalia.

 

Text und Fotos: Patrick Holzer

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Veröffentlichung

Fr, 14. Juni 2024

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