Mobilität: Der nächste Winter kommt bestimmt!

  • Tipps für die Vorbereitung auf die kalte Jahreszeit
  • Freie Sicht, helles Licht und eine gute Bereifung tragen viel bei zur sicheren Fahrt
  • Einfach, aber wirksam: Eine Decke im Auto kann bei Panne, Stau oder Steckenbleiben zum Wärmespender werden

 

Wenn der Wetterbericht für den kommenden Tag Eis und Schnee voraussagt, ist es recht spät, das Auto ordentlich auf die kalte Jahreszeit vorzubereiten. Sinnvoller ist das, wenn es trocken und noch nicht zu kalt ist. Auch deswegen greift die GTÜ Gesellschaft für Technische Überwachung mbH rechtzeitig ein Thema auf, über das viele Autofahrer Bescheid wissen und mit dem sie dennoch mitunter eher nachlässig umgehen. Die zusammengefassten Wintertipps verlangen nur einen kleinen Aufwand, haben aber eine durchaus gravierende Wirkung für eine sichere Fahrt durch eine Jahreszeit mit besonders häufig wechselnden Straßenverhältnissen.

Losgehen kann diese Fahrt in der Regel nur, wenn die Batterie genügend „Saft“ liefert. Falls der Anlasser schon bei moderaten Außentemperaturen recht müde wirkt, ist ein Tausch des Kraftspenders ratsam. Die durchschnittliche Lebensdauer einer Autobatterie liegt bei fünf bis sieben Jahren. Nicht immer ist sie freilich defekt: Kurzstreckenfahrten mit vielen Verbrauchern – von der Klimaanlage bis zur Sitzheizung – können dazu beitragen, dass die Batterie nicht am Ende ist, sondern nur geladen werden will. Kurzfristig hilft eine Starthilfe mit entsprechenden Überbrückungskabeln. Richtig: Immer erst das rote Kabel mit den Pluspolen verbinden und dann das schwarze mit den Minuspolen.

Zur sicheren Fahrt gehören die passenden Reifen. In Deutschland gilt die sogenannte „situative Winterreifenpflicht“: Bei „Glatteis, Schneeglätte, Schneematsch, Eis- oder Reifglätte“ (§ 2 Absatz 3a StVO) müssen Winterreifen oder Ganzjahrespneus montiert sein. Umkehrschluss: Wer sein Auto nur bewegt, wenn die genannten Umstände nicht eintreten, muss kein Bußgeld in Höhe von 60 Euro samt einem Punkt in Flensburg fürchten. Allerdings verhärten die Gummimischungen von Sommerreifen schon bei niedrigen Plusgraden, während die von Winterreifen weicher sind und bei tiefen Temperaturen mehr Haftung geben. Die GTÜ-Experten empfehlen mindestens vier Millimeter Profiltiefe.

Sehen und gesehen werden ist gerade bei dunklen oder diffusen Lichtverhältnissen eine Grundvoraussetzung für die sichere Fahrt. Aus der täglichen Praxis der Hauptuntersuchungen weiß die GTÜ, dass Beleuchtung und Elektrik die Spitzenreiter in der Mängelstatistik sind. Zu zweit lassen sich die Funktionen von Stand-, Abblend- und Fern- und Bremslicht, Blinker, Warnblinkanlage, Nebelrückleuchte und Kennzeichenbeleuchtung ohne großen Aufwand überprüfen.

Weitaus komfortabler geschieht das mit dem derzeit laufenden kostenlosen Licht- und Reifencheck der GTÜ. Binnen weniger Minuten stellen die teilnehmenden Fachleute der Prüforganisation deutschlandweit fest, ob die Scheinwerfer noch korrekt eingestellt sind und Birnen vorschriftgemäß ausgetauscht wurden: Und noch mehr – auch, ob die Reifen den gesetzlichen Vorschriften entsprechen oder schon zu sehr in die Jahre gekommen sind.

Zum guten Sehen gehört der klare Blick auf die Fahrbahn. Eigentlich selbstverständlich: Geputzte Scheiben sind dafür eine Voraussetzung. Für die Frontscheibe übernehmen die Scheibenwischer einen guten Teil der Arbeit. Diese sollten keinesfalls ausgefranst sein. Unterstützung erhalten sie durch Scheibenwischwasser, wenn es mit einem Winterreiniger ergänzt ist. Der hilft beim Kampf gegen Schmutz und verhindert, dass Wasser, Pumpe oder Spritzdüsen einfrieren. Gern vergessen wird das regelmäßige Reinigen der Frontscheibe von innen. Denn über den ständigen Luftaustausch über Gebläse, Heizung oder Klimaanlage setzen sich kaum sichtbare Schmutzpartikel auf dem Glas ab. Meist zeigt das Putzen der Innenseite eine verblüffende Wirkung: So klar haben sich die Konturen der Umgebung schon lange nicht mehr abgezeichnet.

Bei Fahrzeugen, die nicht so oft einen regelmäßigen Kundendienst erhalten, ist ein Check der Kühlflüssigkeit mit einem Frostschutzprüfgerät ratsam. Diese sollte bei Temperaturen von bis zu minus 25 Grad Celsius flüssig bleiben, sonst drohen bei richtig kalten Winternächten teure Frostschäden am Motor.

Erfrierungserscheinungen treten auch gern an Türgummis auf. Diverse Mittel aus dem Fachhandel, von Tankstellen oder Drogerien verhindern Beschädigungen und bewirken, dass sich die Türen auch bei Laternenparkern selbst bei bitterkalten Wintertagen und -nächten problemlos öffnen lassen. Damit es überhaupt so weit kommt, ist mitunter ein griffbereiter Türschlossenteiser nützlich.

Und zu guter Letzt: Eine oder zwei Decken im Auto werden zum wichtigen Wärmespender, sollte man eine Panne haben oder gar aufgrund winterlicher Straßenverhältnisse steckenbleiben und auf den Winterdienst warten müssen. Auch bei langen Staus auf der Autobahn ist mancher froh um deren Wärme.

 

Text und Foto: GTÜ


Veröffentlicht am: 18.10.2021 | Kategorie: News | Zugriffe: 604
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