Robert Lambert: Vom DMV zum Speedway-Weltmeister
Am 26. September wurde der Brite Robert Lambert im polnischen Torun Speedway-Weltmeister. Der 28-Jährige aus Norwich besiegte u.a. den Polen Bartosz Zmarzlik, der bis dato mit sechs WM-Titeln die Speedway-Welt dominiert hatte.
Lambert, der inzwischen als Speedway-Profi mit seiner polnischen Ehefrau in Torun wohnt, begann schon als Teenager mit dem Sport, aber nicht in Großbritannien, sondern in Deutschland. Welche besondere, vielleicht sogar prägende Rolle Deutschland, deutsche Speedway-Vereine und der DMV für ihn auf dem Weg zum Titel gespielt haben, erklärt Robert Lambert in einem Interview:
„Deutschland war für meine Karriere unglaublich wichtig. Als ich 13 war, war ich bereits bereit, von den kleineren Motorrädern auf ein 500 ccm-Speedway-Motorrad umzusteigen. Aber in diesem Alter durfte ich in Großbritannien noch keine Wettkämpfe auf einer 500er bestreiten. Deutschland hat mir diese Gelegenheit gegeben. Über Kontakte dort, unter anderem zu René Schäfer, der damals Teammanager der deutschen Nationalmannschaft war, konnte ich in Deutschland trainieren und an Rennen teilnehmen und so deutlich früher Erfahrungen sammeln, als dies in meiner Heimat möglich gewesen wäre. Zunächst ergaben sich für mich Gelegenheiten im Raum Cloppenburg, und anschließend fuhr ich Rennen auf etlichen verschiedenen deutschen Bahnen. Später fuhr ich einige Jahre für die Black Forest Eagles Berghaupten im DMV und die DMV White Tigers Diedenbergen. Ich hatte eine sehr enge Verbindung zu Diedenbergen. Diese Jahre gaben mir etwas, das man mit Geld nicht kaufen kann: Rennerfahrung. Ich konnte schon früh gegen ältere und erfahrenere Fahrer antreten, verschiedene Bahnen kennenlernen und in jungen Jahren Fehler machen. Deutschland wurde für mich fast zu einer zweiten Speedway-Heimat. Es gab viele Menschen in Deutschland, die mir geholfen haben, als ich noch ein kleiner englischer Junge war, der versuchte, Profifahrer zu werden. Und das habe ich nicht vergessen. Wenn also über meinen Weg zum WM-Titel gesprochen wird, dann ist Deutschland definitiv ein wichtiger Teil dieser Geschichte.“
Das vollständige Interview erscheint am Mittwoch, 04. November, in der Fachzeitung Motorsport aktuell, erhältlich im Zeitschriftenhadel.
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