Diedenbergener Flattrack-Fahrer erfolgreich in der WM

Gleich drei deutsche Fahrer bestreiten 2026 mit bemerkenswerten Erfolgen die aufstrebende Flattrack-Weltmeisterschaft. Alle Drei fahren für den MSC Diedenbergen im DMV. Und einer ist sogar beim WM-Finale am kommenden Wochenende in Argentinien dabei.   

 

Dem Flattrack-Beauftragten des DMV Sönke Petersen (früher selbst Speedwayfahrer) gelang es für die WM-Saison 2026 gleich drei deutsche Piloten zu gewinnen. Flattrack wird überwiegend auf Sand- und Speedwaybahnen gefahren und ist eine Art Speedway 2.0, es wird mit seriennahen, aber modifizierten Enduro- und Supermoto-Motorrädern gefahren.

 

Dieses Jahr gibt es die Rekordzahl von zehn WM-Läufen, die beiden letzten finden am kommenden Wochenende (24./25. Oktober) in Totoras (Argentinien) ausgetragen. 


Diedenbergen ist die Hochburg des Flattracks in Deutschland, alljährlich wird ein Lauf zum German Flattrack Cup ausgetragen, regelmäßig gibt es Trainingstage. Der 1. Vorsitzende Felix Haas zieht selbst am Kabel.

 

In der aktuellen WM-Tabelle vor Argentinien steht Nikita Alyani auf Platz 14. Der 24-jährige Monschauer fährt eine italienische Beta, er war bisher der konstanteste deutsche Fahrer. Trotz des hohen eigenen Kostenanteils für den WM-Start in Argentinien (Flug, Miete für Leihmotorrad in Argentinien) nimmt er die 11.500 Kilometer Reise nach Südamerika in Kauf.

 

Sebastian Thalheim aus Oschatz (Sachsen) rangiert auf WM-Platz 26 und hätte den Reisekostenzuschuss nach Argentinien der 15 Erstplatzierten in der WM nicht bekommen. Er musste daher auf den Trip verzichten. Der 25-Jährige, der eine KTM des deutschen Eisspeedwaymeisters Markus Jell fährt, ist noch in der Aufbau-Phase, er bestritt aber alle bisherigen acht WM-Rennen.

 

Das vermutlich größte deutsche Flattrack-Talent ist der 21-jährige Marius Kircher. Der  Schwabe aus Künzelsau begann die WM denkbar schlecht in Roden (Niederlande) mit einem schweren Sturz, bei dem er sich Wirbel- und Oberarmbrüche zuzog. Nach der Zwangspause wollte der KTM-Fahrer bei WM-Lauf Nummer 5 in Scheeßel sein Comeback geben, doch das kam auf der superschnellen 1000 Meter Bahn zu früh – er musste das Rennen abbrechen. Beim siebten WM-Lauf in Vasad (Ungarn) kam er immerhin schon wieder auf Platz 11, bevor er im tschechischen  Pardubice für ein absolutes Highlight sorgte: Couragiert fuhr Kircher ins Grand Final und erkämpfte sich da über 12 Runden den dritten Podiumsplatz! Markus Jell hatte es 2021 als erster und bis dato einziger Deutscher in Diedenbergen auf das Podium geschafft.

 

Da Marius Kircher mit seinen nur vier Einsätzen auf WM-Platz 19 steht, musste auch er aus finanziellen Gründen auf den Start am Wochenende in Totoras verzichten.

Das Rennen wird an beiden Tagen (Samstag 19.45 Uhr MESZ, 20.45 MEZ)  kostenfrei per Livestream auf www.FIM-Moto.tv übertragen.

 

Text: DMV, Foto: FIM/Jesper Veldhuizen

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Veröffentlichung

Mi, 21. Oktober 2026

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