DMV Goodyear Racing Days trotzen dem Eifel-Wetter
Das dritte Rennwochenende der DMV Goodyear Racing Days führte die Teams der verschiedenen Serien am letzten Mai-Wochenende in die Eifel an den Nürburgring. Unter anspruchsvollen und wechselhaften Bedingungen zeigten Fahrer und Teams beeindruckende Leistungen und spannende Duelle.
DMV STGT
Kroker und Plassmann teilen sich die Siege
Mit Gesamtsiegen für Alexander Kroker (Audi R8 GT3 LMS Evo II) und Oliver Plassmann (Ferrari 488 GT3) ging der dritte Lauf zum DMV STGT Cup auf dem Nürburgring über die Bühne. Bei schwierigen Bedingungen am Samstag siegte Kroker souverän vor Plassmann, während der Ferrari-Pilot im zweiten Rennen einen deutlichen Erfolg einfuhr.
Nur in der ersten Runde musste Alexander Kroker dem Ferrari von Oliver Plassmann den Vortritt lassen. Danach übernahm der Audi-Pilot die Führung und baute seinen Vorsprung auf mehr als 41 Sekunden aus. „Der Anfang hat mir am meisten Spaß gemacht. Wir hatten uns auch etwas abgesprochen, dass wir die Cup-Autos hinter uns lassen und schauen, was passiert“, berichtete Kroker.
Im zweiten Durchgang am Sonntag, der unter schwierigen Mischbedingungen stattfand, setzte sich Plassmann sofort an die Spitze des Feldes. Mit 8,423 Sekunden Vorsprung auf Ralf Rink (Ferrari 488 Challenge Evo) fuhr er kontrolliert seinen zweiten Saisonsieg ein. „Ich hatte einen außerordentlich guten Start und war gleich 100 bis 150 Meter weg. Während der Einführungsrunde hatte ich mir eine trockene Stelle herausgesucht und konnte dadurch deutlich später bremsen. Und ab dann ging es nur noch darum, etwas Vorsprung herauszufahren und zu verwalten“, erzählte Plassmann.
Smyrlis und Oehler teilen sich die Cup-S-Siege
Auch wenn sich Ioannis Smyrlis bei den schwierigen Bedingungen am Samstag in den ersten Runden groß im Rückspiegel zeigte, an die beiden GT3-Fahrzeuge an der Spitze war kein Herankommen. Dafür lieferte er sich ein packendes Duell mit Teamkollege Jürgen Oehler (beide Porsche 992 GT3 Cup), das Smyrlis hauchdünn für sich entschied. Damit belegten die beiden Porsche-Piloten die Gesamtränge drei und vier.
„Am Ende war es nur kämpfen, dass Jogi nicht vorbeifährt. Im Quali hatte ich den Vorteil mit neuen Reifen, im Rennen hatte Jogi neue Reifen und ich gebrauchte. Leider haben die Reifen sehr schnell geschmiert, so musste ich eher nach hinten verteidigen, als nach vorne zu schauen“, erzählte Smyrlis.
Am Sonntag testete Smyrlis eine neue Reifenmischung, die nicht wie erhofft funktionierte. Nach acht Runden Dauerdruck zog Oehler auf der Start-Ziel-Geraden am Teamkollegen vorbei und sicherte sich als Gesamtvierter den Sieg in der Cup S. „Ich hatte auf jeden Fall die besseren Reifen, aber allgemein hatten wir damit Probleme. Auf jeden Fall waren aber Slicks die richtige Wahl“, so Oehler.

Ferrari-Duell um das Podium
Hinter dem souverän führenden Oliver Plassmann lieferten sich Ralf Rink und Horst Kespohl (Ferrari 296 GT3) einen engen Kampf um die weiteren Podiumsplätze. Gegen Rennende fuhr Kespohl noch einmal bis auf wenige Zehntelsekunden an seinen Markenkollegen heran. Mit lediglich 0,292 Sekunden Vorsprung rettete Rink Rang zwei ins Ziel. Für Kespohl blieb Gesamtrang drei sowie Platz zwei in der Cup R vor Pierre Lemmerz (Audi R8 GT3 LMS Evo II).
Wollnik überzeugt bei GT4-Debüt
Ein starkes GT4-Debüt lieferte Finn Niklas Wollnik im Audi R8 GT4 LMS von SP Racing Cologne ab. Der Youngster überzeugte mit einem starken fünften Gesamtrang und dem souveränen Sieg in der Cup 4 vor Matthias Hell und Carsten Kratzin (beide BMW M4 GT4). Am Sonntag setzte sich dagegen Hell klar gegen Kratzin und Uwe Hedderich (Porsche Cayman GT4 RS) durch.
Die Siege in der Cup M sicherte sich in beiden Rennen Henrik Seibel (BMW M2 Cup 2.0) vor Jürgen Grimm / Marco Grimm (BMW M240i RC) und Farin Megger (BMW M2 Cup 2.0).
DMV Polo Cup Germany
Der Nürburgring machte seinem Ruf als unberechenbare Rennstrecke alle Ehre. Beim zweiten Rennwochenende des Polo Cup Germany powered by German eFuel One erlebten die Zuschauer in der Eifel spektakuläre Positionskämpfe, dramatische Wendungen der Meisterschaftsfavoriten und einen großen Triumph von Max Kruse Racing. Unter teilweise extrem schwierigen Witterungsbedingungen behielt vor allem Tabellenführer Julian Konrad die Nerven.
Samstag: Regenchaos und Premierensieg für Liebenberg
Der Rennsamstag begann mit einem extrem nassen ersten Qualifying. Sintflutartiger Regen und große Wassermengen auf der Strecke forderten den Fahrern alles ab. Nach mehreren Unterbrechungen, unter anderem nach einem Abflug von Robert Rausch, sorgte die dritte rote Flagge kurz vor dem Ende für den vorzeitigen Abbruch. Mike Müller sicherte sich unter diesen Bedingungen die Pole-Position vor Julian Konrad und dem Südafrikaner Bradley Liebenberg.
Das anschließende erste Rennen entwickelte sich zu einem echten Meisterschaftsdrama, bei dem alle vier Titelfavoriten Federn lassen mussten. Bereits direkt nach dem Start verbremste sich der Tabellenführer Julian Konrad in der ersten Kurve und fiel weit zurück. Mike Müller übernahm die Führung und baute seinen Vorsprung an der Spitze souverän aus, ehe er elf Minuten vor dem Ende ohne Fremdeinwirkung im Kiesbett landete und vorzeitig ausschied. Eine anschließende Full-Course-Yellow-Phase brachte zusätzliche taktische Brisanz.
Auch Cedric Piro und Leon Arndt kollidierten in der Anfangsphase, wodurch beide weit zurückgeworfen wurden und eine beeindruckende Aufholjagd starten mussten. Am Ende feierte Bradley Liebenberg einen viel umjubelten Sieg. Direkt dahinter komplettierte Luca Wieninger als Zweiter das Doppelpodium für Max Kruse Racing, denn Teamkollege Franco Fahrbach sicherte sich den dritten Rang auf dem Podium. Julian Konrad rettete nach seinem frühen Fehler mit einer kämpferischen Leistung noch den vierten Platz, während Cedric Piro als Sechster und Leon Arndt auf Rang neun Schadensbegrenzung betrieben.
Eine starke Talentprobe gab Gaststarterin Viktoria Bochem ab: Bei ihrem allerersten Autorennen überhaupt steuerte sie das BDF Expert Mediacar unter den widrigen Bedingungen fehlerfrei auf den 14. Platz. Philipp Kaess, der nach seinem Oschersleben-Debüt nun als regulärer Starter für Race-e-motion antrat, kam auf Rang 12 ins Ziel.
Bradley Liebenberg (P1): „Der Nürburgring ist legendär, aber die enormen Höhenunterschiede zum ersten Mal selbst im Auto zu erleben, war einfach unglaublich. Am Freitag im Trockenen hatten wir bereits eine solide Pace, aber ich fahre auch sehr gerne im Regen. Nach dem Ausfall von Mike war es extrem schade für ihn, aber so ist der Rennsport. Danach ging es für mich nur noch darum, das Auto auf der Strecke zu halten, kein unnötiges Risiko einzugehen und den Vorsprung zu verwalten. Ein riesiges Dankeschön geht an das gesamte Team, an Volkswagen Motorsport Südafrika und an Thorsten Willems für diese großartige Plattform. Der Polo Cup Germany ist eine fantastische Chance für uns südafrikanische Fahrer, uns in Europa zu beweisen."
Luca Wieninger, P2: „Wir haben im freien Training enorm viel ausprobiert. Da war es leider noch trocken, aber wir haben dennoch das perfekte Setup für den Regen gefunden. Mein Start war super, ich habe mich gut durchgemogelt und konnte von den Fehlern der anderen profitieren, um schnell auf Rang drei vorzufahren. An der Spitze haben wir in unserer Dreiergruppe ordentlich gepusht, aber gegen Rennende haben wir etwas Tempo herausgenommen, um das starke Ergebnis sicher ins Ziel zu bringen – auch wenn mein Teamkollege Franco und Julian dadurch noch einmal näher kamen. Nach dem Doppelpodium für Max Kruse Racing haben wir heute Abend auf jeden Fall allen Grund zum Feiern."
Franco Fahrbach, P3: „Das Team hat das Auto einfach fantastisch vorbereitet. Schon im Training hat alles gepasst, und für den Regen haben wir noch einmal die richtigen Änderungen vorgenommen. Ich habe mich im Cockpit sofort pudelwohl gefühlt. Die Erfahrung von Benny und Nico im Coaching und bei der Datenanalyse hilft uns allen enorm, wir werden von Wochenende zu Wochenende spürbar schneller. Nach dem harten Einsatz beim 24-Stunden-Rennen, wo wir 40 Stunden am Stück wach waren, um hinter den Kulissen alles über Reifenmanagement und Teamwork zu lernen, hat sich die harte Arbeit nun ausgezahlt. Ein tolles Ergebnis, auf dem wir für morgen aufbauen können."
Sonntag: Reifenpoker und erster Sieg für Franco Fahrbach
Auch am Sonntag blieb das Eifelwetter der entscheidende Faktor. Auf zunächst nasser, aber langsam abtrocknender Strecke im morgendlichen Qualifying war die Reifenwahl ein echter Poker. Unter anderem die beiden Favoriten Julian Konrad und Cedric Piro pokerten auf Slicks hoch. Piro bezahlte für diese Entscheidung, denn das Training wurde neuneinhalb Minuten vor dem Ende unterbrochen, nachdem er von der Strecke gerutscht war und geborgen werden musste. In der hektischen Schlussphase purzelten die Zeiten auf der immer schneller werdenden Linie im Sekundentakt. Bradley Liebenberg sicherte sich die Pole-Position vor Julian Konrad und Franco Fahrbach.
Das zweite Rennen bot von der ersten Sekunde an packenden Motorsport. Nach einer frühen Safety-Car-Phase entwickelte sich an der Spitze ein hochspannender Zweikampf zwischen Bradley Liebenberg und Julian Konrad. Dahinter lauerte Franco Fahrbach auf seine Chance, während sich Cedric Piro in einer sensationellen Aufholjagd von Startplatz 18 innerhalb kürzester Zeit bis in die Top-6 nach vorne kämpfte.
Zehn Minuten vor dem Ende ging Konrad an Liebenberg vorbei, doch der Zweikampf erlaubte es Franco Fahrbach, die Lücke zu schließen. Mit perfekt eingeteilten Reifen ging der Max Kruse Racing Pilot erst an Liebenberg und kurz vor dem Ende nach einem Fehler des Führenden auch an Julian Konrad vorbei. Fahrbach löste sich an der Spitze und feierte seinen ersten Saisonsieg sowie den ersten Erfolg für sein Team Max Kruse Racing im Polo Cup Germany.
Hinter dem siegreichen Fahrbach kam Julian Konrad als Zweiter ins Ziel. Bradley Liebenberg verteidigte den dritten Podiumsplatz erfolgreich gegen die Angriffe von Leon Arndt. Als beste weibliche Starterin überzeugte erneut die Südafrikanerin Tyler Robinson auf Platz 12, dicht gefolgt von Viktoria Bochem, die im Mediacar einen hervorragenden 13. Platz verbuchte.
Franco Fahrbach, P1: „Der Start ist zwar irgendwie noch nicht ganz mein Fall, aber im Rennen lief es dann perfekt. Ich habe mich zunächst auf Rang vier festgebissen und konnte schließlich an Luca vorbeigehen. Als sich Julian und Bradley an der Spitze ein packendes Duell geliefert haben, konnte ich die Lücke schließen. In der letzten Kurve hatte ich die bessere Linie, kam mit deutlich mehr Schwung auf die Start-Ziel-Gerade und konnte vorbeiziehen. Das hat unglaublich viel Spaß gemacht! Wir machen als Team gerade einen riesigen Sprung. Die Jungs schrauben oft bis tief in die Nacht und das Auto war einfach spitze. Für Zolder wünsche ich mir natürlich, dass wir genau da weitermachen, wo wir hier aufgehört haben. Ein Dreifachsieg für Max Kruse Racing wäre der absolute Traum!“
Julian Konrad, P2: „Das war ein extrem harter Kampf heute! Am Anfang hatte Bradley eine mega Pace vorgelegt, aber nach ein, zwei kleinen Patzern von ihm konnte ich vorbeiziehen. Durch unser Duell haben wir uns natürlich gegenseitig etwas Zeit gekostet. Dass Franco dadurch so unglaublich schnell aufholt, hatte ich in dieser Form nicht auf dem Schirm – er hatte in den letzten zehn Minuten einfach einen Wahnsinns-Speed. Als er dann da war, wurde es noch einmal richtig spannend. Nach meinem Fehler kurz vor Schluss ging es für mich nur noch darum, das Auto sicher ins Ziel zu bringen und die wichtigen Punkte für die Meisterschaft mitzunehmen. Insgesamt war es aber ein super Rennwochenende für uns. Ich freue mich schon sehr auf Zolder!“
Bradley Liebenberg, P3: „Zweimal auf dem Podium an einem Wochenende ist ein starkes Ergebnis und ein echter Schritt nach vorn im Vergleich zum Saisonauftakt. Die Pole-Position am Morgen war eine super Ausgangslage, aber das Rennen selbst war extrem hart. Nach der vierten oder fünften Runde bauten meine Reifen etwas ab und Julian machte enormen Druck. Ich habe mich so breit wie möglich gemacht, musste ihn und Franco am Ende aber ziehen lassen. Danach ging es nur noch darum, Platz drei gegen die Verfolger abzusichern. Wir nehmen wichtige Meisterschaftspunkte mit und wollen diesen Schwung mit nach Zolder nehmen.“
Serienorganisator Thorsten Willems war nach dem Wochenende begeistert: "Die beiden Rennen auf dem Nürburgring haben genau das gezeigt, was wir mit der Gründung des Polo Cups im Sinn hatten: Großartigen Motorsport mit engen Rennen und packenden Kämpfen. Dazu ist die Atmosphäre im Fahrerlager sehr positiv und die Simmung super. Ich bin auch sehr froh, dass trotz der teilweise sehr schwierigen Bedingungen so wenig Zwischenfälle passiert sind, hierfür ein großes Lob an die Fahrer. Nun freuen wir uns schon auf die nächste Runde in Zolder."
Das spektakuläre Rennwochenende in der Eifel hat auch die Tabelle gehörig in Bewegung gebracht. Spitzenreiter Julian Konrad konnte seine Führung auf Cedric Piro auf 30 Zähler ausbauen. Dritter ist nach seinem starken Auftritt auf dem Nürburgring nun der Südafrikaner Bradley Liebenberg.
Das nächste Rennwochenende des Polo Cup Germany findet vom 10. Juli bis 12. Juli im belgischen Zolder statt.
DMV NES GP & DMV STGT66
Kroker/Lemmerz gewinnen STGT 66: Ohlsson/Müller schreiben NES-Geschichte
Das 500 km-Rennen der DMV NES GP auf dem Nürburgring war eine sichere Beute für Pia Ohlsson und Max Müller (VW Scirocco). Im DMV STGT 66 hatten dagegen Alexander Kroker und Pierre Lemmerz (Audi R8 GT3 LMS Evo II) die Nase vorne.
Eine klare Angelegenheit war das STGT-66-Rennen am späten Samstagnachmittag. Startfahrer Pierre Lemmerz setzte sich früh vom Feld ab und legte damit den Grundstein für den späteren Erfolg. Nach dem Pflichtstopp übernahm Alexander Kroker das Cockpit und baute den Vorsprung weiter aus. Am Ende hatte das Audi-Duo eine Runde Vorsprung auf die Konkurrenz.
„Für uns war das 66-Minuten-Rennen ein schönes Add-on, das wir sehr genossen haben. Vor allem auch das gemeinsame Finish mit Finn im GT4. Im Interview danach hat man gesehen, wie emotional das Ganze für ihn war“, freute sich Kroker nach dem Rennen.
Nick Hancke trotz Boxenstopp-Panne vorne
Den zweiten Gesamtrang sowie den Sieg in der stark besetzten Cup 4 sicherte sich Nick Hancke (BMW M4 GT4 G82). Bereits in der Anfangsphase ging Hancke an Finn Niklas Wollnik (Audi R8 GT4 LMS) vorbei und setzte sich zunächst deutlich ab. Spannung kam erst beim Pflichtstopp auf, als rund 16 Sekunden verloren gingen.
Der Grund dafür war durchaus ungewöhnlich. „Ich hatte heute meine Truppe dabei, das sind alles Freunde und Bekannte, die das zum Spaß machen. Im Vorfeld habe ich noch gesagt, es könnte sein, dass ich zum Reifenwechsel komme. Damit habe ich sie überrascht und sie mussten quasi aus dem Nichts reagieren. Dabei hat sich dann immer die Schlagschrauber-Nuss verkantet“, erklärte Hancke. Trotz des Zeitverlusts brachte er den zweiten Gesamtrang sicher vor Alexander Fielenbach / Oskar Sandberg (Porsche Cayman GT4 CS) ins Ziel.
Starkes GT4 Debüt von Finn Niklas Wollnik
Stark präsentierte sich auch Finn Niklas Wollnik bei seinem GT4-Debüt. Der erst 17-Jährige absolvierte im Audi R8 GT4 LMS des SP Racing Cologne Teams ein fehlerfreies Rennen und wurde mit Rang drei in der Cup 4 belohnt. „Das war atemberaubend. Wir sind total happy. Für mich ist ein Traum wahr geworden, da ist das Ergebnis zweitrangig“, freute sich das Nachwuchstalent.
Dahinter belegten Arnd Meier / Matthias Ulbrich (BMW 330i E46) als Sieger der Cup M einen starken vierten Gesamtrang. In der Cup 1 setzten sich Stefan Ladopolous / Erik Pomean gegen Alex Jianu / Mircea Hatisi (beide BMW 318ti Cup) durch.
Pia Ohlsson und Max Müller siegen in der NES GP
Das ursprünglich über 500 Kilometer angesetzte Rennen der DMV NES GP wurde aufgrund von Verzögerungen im Tagesprogramm auf 2:14 Stunden verkürzt. Am Ausgang änderte das jedoch nichts: Pia Ohlsson und Max Müller feierten einen souveränen Gesamtsieg.
Für das erstmals gemeinsam antretende Duo war es ein historischer Erfolg, denn erstmals gewann ein Volkswagen die Gesamtwertung eines DMV-NES-Rennens. Ohne nennenswerte Probleme absolvierte der VW Scirocco 61 Runden und verwies die Konkurrenz deutlich auf die weiteren Plätze.
In der Klasse NES 3 setzten sich Patrick Neider und Alfonso Bongiovanni (BMW 325i E90) durch. Umkämpfter verlief die NES 1, in der sich Federico Barbieri, Sascha Kellermann, Louis Klinkhammer und Simon Gribbe gegen Corin Hermann / Kira Hermann / Tanita Hermann sowie Welf Hermann / Tanita Hermann / Kira Hermann (alle BMW 318ti Cup) behaupteten.
DMV BMW Challenge
Hancke bleibt am Nürburgring das Maß der Dinge
Beide Rennen zur DMV BMW Challenge auf dem Nürburgring gingen an Nick Hancke (M4 GT4 G82). Philipp Pippig (M4 GT4 F82) fuhr zweimal auf den zweiten Gesamtrang und forderte den Doppelsieger vor allem im zweiten Heat bis zum Schluss. Die dritten Plätze sicherten sich Thomas Kessel (M2 GTR) und Arnd Meier (E46 AVP).
Der Nürburgring ist für Nick Hancke ein denkbar gutes Pflaster. „Deshalb fahren wir auch immer hier“, scherzte der zweimalige Rennsieger. Ganz so einfach machte es ihm die Konkurrenz in Form von Philipp Pippig allerdings nicht. Der schnappte sich am Samstag auf der anfangs noch nassen Piste kurzerhand die Führung, während Hancke hinter Thomas Kessel auf Rang drei lag. Noch im Verlauf der zweiten Runde korrigierte Hancke die Rangordnung wieder und setzte sich in der Xiaomi-Kurve an die Spitze. Bis zum Ablauf der 25 Minuten pendelte sich der Vorsprung auf Pippig bei 6,476 Sekunden ein.
„Das Rennen war ziemlich zufriedenstellend. Zu Beginn lief es schon ziemlich gut und ich konnte Pippig relativ schnell überholen. Dadurch konnte ich einen Vorsprung herausfahren und diesen auch weiter ausbauen. Gegen Ende hin wurde es doch recht trocken. Da musste man gut auf die Reifen aufpassen und jede nasse Stelle mitnehmen“, so Hancke über das erste Rennen. Auch Pippig bedauerte, dass die Strecke zu schnell abtrocknete: „Wäre es schön nass geblieben, wäre es interessanter geworden. Aber leider wurde es zu trocken. Darauf waren wir nicht abgestimmt.“
Packendes Duell um den Gesamtsieg
Auch im zweiten Durchgang auf nun trockener Strecke erwischte Pippig den besseren Start. Diesmal dauerte es bis zur neunten Runde, ehe sich Hancke nach einem packenden Duell im engen Nadelöhr nach Start und Ziel die Führung holen konnte. Danach setzte sich Hancke leicht ab, was ihm mit 2,396 Sekunden Vorsprung den Sieg vor Pippig einbrachte.
„Leider ist der Zweite der erste Verlierer. Aber grundsätzlich war es mit Nick ein super geiler Fight und hat richtig Spaß gemacht. Der Verkehr hat uns manchmal ein bisschen unser Spiel verdorben. Im Großen und Ganzen war es aber ein schönes Rennen und immer sehr fair. Man konnte sich gegenseitig die Spiegel richten, so eng war das“, meinte Pippig zu seinem zweiten Platz.
Platz drei für Thomas Kessel und Arnd Meier
Im ersten Rennen lag Thomas Kessel endlich einmal wieder da, wo er eigentlich auch hingehört – nämlich möglichst weit vorne. Mit seinem M2 holte er sich hinter den beiden M4 einen souveränen dritten Gesamtrang. „Mit dem Rennen bin ich zufrieden. Ich habe das gemacht, was möglich war. Ansonsten war es ein entspanntes Rennen. Mir wäre es aber lieber gewesen, wenn es nochmals geregnet hätte. Richtiger Regen ist mir lieber als so halbtrockene Bedingungen“, befand Kessel, hinter dem Matthias Hell (M4 GT4 G82) und GTR-1-Sieger Arnd Meier auf den weiteren Plätzen ins Ziel einliefen.
Auch im zweiten Durchgang lag Kessel zunächst auf Podiumskurs, ehe er seinen M2 nach sechs Runden vorzeitig abstellen musste. Davon profitierte Arnd Meier, der Platz drei vor Erik Bänecke (M4 GT4 F82) und Hell souverän über die Zeit brachte.
Zwei Klassensiege für Günther und Ulbrich
Die GTR 2 sicherte sich in beiden Rennen Martin Günther (M240iR), während Matthias Ulbrich gleich bei seinem ersten Start im 330i E46 einen Doppelsieg in der GTR 3 herausfuhr. Im ersten Rennabschnitt musste sich Ulbrich zunächst hinter Christian Kautz (330i E46 GT) einsortieren, ehe er einen Weg vorbei fand. Noch souveräner lief es für Ulbrich im zweiten Heat, wo er diesmal vor Kautz und dem erneut drittplatzierten Andreas Schiedeck (BMW 325i E46 Turbo) zum Klassensieg fuhr.
„Die Bedingungen waren durch die feuchte Strecke und das spätere Abtrocknen nicht einfach. Anfangs merkte ich, dass Christian Kautz hier mehr Erfahrung hat. Über die Distanz hat es dann aber funktioniert“, kommentierte Ulbrich seinen ersten Klassensieg.
Ein Sieger in der Cup M, Abwechslung in der Cup 3
Die Cup M ging zweimal an Jürgen Grimm, der sich im ersten Rennen mit knapp über acht Sekunden Vorsprung vor Bernd Jamin und Andreas Müß (alle M240i RC) behauptete. Im zweiten Durchgang lag Jamin zunächst vorne, musste aber seinen M240i RC nach einem technischen Defekt abstellen. Dadurch siegte Grimm als Gesamtneunter erneut, diesmal vor Andreas Müß. „Es war ein erfolgreiches Wochenende. Wobei man fairerweise sagen muss, dass Bernd Jamin im zweiten Rennen in Führung liegend ausgefallen ist. Zu dem Zeitpunkt kam ich wieder näher an ihn heran, trotzdem nehmen wir natürlich den Sieg mit“, meinte Grimm.
Zwei verschiedene Sieger gab es in der Cup 3, wo sich am Samstag Romano Schultz im Cup One 1,6T den souveränen Klassensieg vor Karl-Heinz Schneider (325i E36 GT) und Patrick Neider (325i E90) holte. „Wir hatten die perfekte Strategie und dachten schon, dass es während des Rennens abtrocknen würde. Deshalb war zu Beginn des Rennens Attacke angesagt. Als ich einen komfortablen Vorsprung hatte und es anfing abzutrocknen, bin ich langsamer gefahren. Im Grunde brauchte ich das Rennen nur noch zu verwalten“, so Schultz.
Den Klassensieg im zweiten Rennen sicherte sich diesmal Karl-Heinz Schneider vor Kurt Strube (325ti E46) und Björn Freier (325i E46 GT). „Im Gegensatz zu gestern war heute eindeutiges Wetter. Es war wirklich ein schönes Rennen. Gestern war es halt wechselhaft. Da musste man mit Regenreifen raus, danach trocknete es ab. Das ist immer so ein Rumeiern. Aber am Ende war doch alles gut“, berichtete Schneider über sein Wochenende.
Leo Geisler mit zweitem Doppelsieg im 318ti Sprint Cup
Wie schon in Oschersleben feierte Leo Geisler im stark umkämpften 318ti Sprint Cup einen Doppelsieg. Lange umkämpft war vor allem das erste Rennen. Nach einem nicht optimalen Qualifying und Startplatz vier in der Klasse erwischte Geisler einen perfekten Start und übernahm bereits in der ersten Kurve die Führung. Bei wechselnden Bedingungen mit immer wieder einsetzendem Nieselregen blieb das Rennen bis zum Schluss spannend. „Ich musste auch immer den Rückspiegel im Auge behalten, um zu sehen, wo meine Konkurrenten sind. In der letzten Runde wurde es dann nochmals mit der Überrundung richtig spannend“, schilderte Geisler das Renngeschehen. Am Ende setzte er sich vor Marik Maak und Louis Klinkhammer durch.
Etwas entspannter verlief der zweite Durchgang. Allerdings musste Geisler direkt nach dem Start einen Schreckmoment überstehen, als ein Konkurrent vor ihm beinahe stehen blieb. „Da waren es nur wenige Zentimeter, die mich vor einem Totalschaden bewahrt haben“, berichtete der Doppelsieger. Anschließend entwickelte sich zunächst ein enger Kampf um die Spitze, ehe sich Geisler entscheidend absetzen konnte. Dahinter setzte sich Jarno Wiese in einem engen Finish gegen Marik Maak durch.
DMV BMW Challenge
Schrey bei Premiere nicht zu schlagen
Beim dritten Lauf zum DMV Classic Masters auf dem Nürburgring war Daniel Schrey mit seinem Porsche 935 K1 nicht zu schlagen. Der Porsche-Pilot siegte in beiden Rennen vor Georgios Katsikis (Opel Kadett C GT/E) und Kabir Bonavetti (Alfa Romeo 75 Turbo Evoluzione).
An Daniel Schrey führte bei seiner Premieren-Vorstellung im DMV Classic Masters kein Weg vorbei. Der Porsche-Pilot feierte zwei insgesamt souveräne Gesamtsiege. Zumindest der erste Erfolg am Samstag stand durchaus auf Messers Schneide, wie der Doppelsieger zugab: „Die ersten paar Runden waren total tiefenentspannt. Zum Schluss hatte ich auf einmal unheimlich starke Vibrationen auf der linken Seite. Wir hatten davor eine Antriebswelle im Getriebe lose und ich vermute, dass es das wieder war. Daher fuhr ich die letzten Runden ganz langsam. Zum Glück habe ich davor den Vorsprung herausgefahren.“
Georgios Katsikis holt zweimal Rang zwei
Zweimal Rang zwei holte sich Georgios Katsikis, dessen infernalisch schneller Opel Kadett C GT/E erst kurz vor der Veranstaltung fertig wurde. Im ersten Rennen kämpfte sich der Siegener von Startplatz 29 schnell nach vorne und verdrängte kurz nach Rennhalbzeit Kabir Bonavetti von der zweiten Gesamtposition. Knapp über 20 Sekunden nach dem Porsche von Schrey sah Katsikis das schwarz-weiß karierte Tuch als Gesamtzweiter und Sieger der CM 6. „Ich hatte im Regenquali nicht ganz das Vertrauen, richtig Gas zu geben und mir gesagt, dass ich im Trockenen schon aufholen kann. Das hat auch viel Spaß gemacht. Und bei so einem fairen Teilnehmerfeld macht es noch mehr Spaß, da durchzufahren“, freute sich Katsikis über seinen zweiten Platz.
Am Sonntag verteidigte Katsikis seinen zweiten Gesamtplatz, konnte aber das Tempo von Schrey nicht mitgehen. Nach einem Unfall musste das Rennen rund neun Minuten vor Schluss unterbrochen werden. Auch nach dem Restart war der Siegerländer hellwach und sicherte sich mit 4,628 Sekunden Rückstand erneut Gesamtplatz zwei und Platz zwei in der CM Spezial, in die er in Rennen 2 gewechselt hatte.
Spannung auf den weiteren Plätzen
Während Bonavetti als bester Vertreter der Alfa Challenge zweimal den dritten Gesamtrang belegte, wurde der Kampf um die weiteren Podestplätze im DMV Classic Masters dahinter entschieden. Im ersten Rennen hatte sich Hans-Peter Meier (Porsche 964 RSR) nach einem verpatzten Regenqualifying bereits bis auf Rang vier nach vorne gearbeitet, ehe der Eidgenosse Ausgangs AMG-Arena in die Reifenstapel einschlug. Dadurch rückte Kurt Strube (Porsche 964 Cup) wieder um eine Position nach vorne und brachte Rang drei der DMV-Wertung vor André Jaschinski ins Ziel.
Der Titelverteidiger drehte dafür im zweiten Heat den Spieß um. Während erstmals Arne Bast den Porsche von Strube pilotierte, katapultierte sich Jaschinski mit einem starken Start aus der dritten Reihe direkt auf die vierte Gesamtposition. Bis zur Unterbrechung setzte er sich leicht von seinen Verfolgern ab. Nach dem Restart übernahm Jaschinski zwischenzeitlich sogar den dritten Gesamtrang und, musste sich am Ende jedoch Bonavetti geschlagen geben. Den Klassensieg in der CM 6 hatte er jedoch in der Tasche.
„Das zweite Rennen ist für mich optimal gelaufen. Die lange Wartezeit bei der Unterbrechung war bei den Temperaturen im Auto eine Herausforderung. Den Restart habe ich wiederum perfekt erwischt und die letzten drei Runden einen nervenaufreibenden Dreikampf mit Urs Krämer und Arne Bast gehabt. Die letzte Runde dann nur noch mit Kampflinie gegen Urs verteidigt und den Sieg eingefahren. Länger hätte es nicht gehen dürfen“, befand Jaschinski.
Dahinter lieferte sich Arne Bast einen engen Kampf mit Markenkollege Urs Krämer (Porsche 964). Rund drei Minuten vor Schluss wagte Krämer Ende Start und Ziel den entscheidenden Angriff und zog aus dem Windschatten vorbei. Ganz knapp hinter Jaschinski komplettierten Krämer und Bast die weiteren Podestplätze des DMV Classic Masters.
Björn Ewald überzeugt mit zwei Siegen in der CM 4
In der an diesem Wochenende stark besetzten CM 4 setzte sich Björn Ewald mit seinem BMW 328i E36 in beiden Rennen durch. Die engsten Konkurrenten im Kampf um den Klassensieg waren Mirko und Dino Heuser (Alfa Romeo 147 Cup). Während Ewald den ersten Durchgang nach einem frühen Überholmanöver gegen Mirko Heuser kontrollierte, musste er sich im zweiten Rennen zunächst hinter Dino Heuser einreihen. Kurz vor der FCY-Phase holte sich Ewald die Führung zurück und brachte diese auch nach dem Restart ins Ziel.
„Das Wochenende war im Großen und Ganzen sehr zufriedenstellend und erfolgreich. Das Auto lief wirklich sehr gut“, zog Ewald zufrieden Bilanz. Im zweiten Rennen erschwerte ein Kontakt die Aufgabe zusätzlich. „Ab dem Punkt hatte ich relativ starke Vibrationen an der Lenkung und hoffte, dass das Auto durchhält. Konnte aber trotzdem relativ gute Zeiten fahren und mir den erneuten Sieg sichern“, so Ewald.
Hinter Ewald sorgte Daniel Kühnhold mit seinem Audi V8 im ersten Rennen für das beste Ergebnis der Saison. Zwischenzeitlich lag der Audi-Pilot sogar vor Mirko Heuser, ehe er als Klassendritter die Zielflagge sah. Im zweiten Durchgang sicherte sich Nils Jenschur (BMW 330ti E36) den dritten Platz in der CM 4 und komplettierte damit das Klassenpodium hinter Ewald und Dino Heuser.
Text: arpRedaktionsbüro Patrick Holzer
Fotos: Racephotography by Denis P, Swoosh Communications, Patrick Holzer
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