Eisspeedway-WM-Qualifikation: Drei DMV Fahrer im Grand Prix
Großartige Bilanz im Eisspeedway: Drei der vier DMV-Fahrer schafften im schwedischen Örnsköldsvik die Qualifikation zum Eisspeedway Grand Prix 2026 in Inzell und Heerenveen. Hans Weber kam bei seinem Eisspeedway-Comeback auf das Podium.
Bei knackigen minus zwölf Grad sahen in Schweden auf hartem Eis 1045 Zuschauer ein ganz enges Qualirennen um acht Grand-Prix-Startplätze 2026 in der Eisspeedway-Weltmeisterschaft.
Das Rennen gewann überlegen der Österreicher Franky Zorn mit fünf Laufsiegen und einem Punktemaximum. Ihm folgte der älteste Teilnehmer Aki Ala-Riihimäki (59) aus Finnland auf Platz 2.
Die nächste Überraschung: Der „Eishans“, DMV-Fahrer Hans Weber durfte sich über das Comeback der noch jungen Saison freuen: Fast genau zwei Jahre nach seinem letzten Rennen fuhr der Miesbacher mit drei Laufsiegen und mit insgesamt 12 Punkten auf den dritten Podiumsplatz. Obwohl sein Eigenbau-Fahrwerk noch nicht zu 100 Prozent funktionierte, hatte der Einshans die Quali bereits vor seinem letzten Lauf sicher: "Wir verlieren in der Gabel aktuell etwas Luft, wir wissen aber noch nicht wo. Das hat mich ein bisserl gehandicapt, im dritten Lauf sind wir dann wohl mit null BAR gefahren. Das wird dann in der Fahrt von Runde zu Runde etwas unruhiger. Aber ob ich Dritter, Siebter oder Achter werde, wir haben die Quali geschafft und sind in Inzell dabei."
Etwas schwerer wurde es für die beiden bayerischen DMV-Piloten Luca Bauer und Max Niedermaier.
Niedermaier, der für das DMV Inn-Isar-Racing-Team von Christian Platzer startet, kam mit 8 Punkten auf Platz 7 und war so mit einem Punkt im Plus auf den Qualifikationsrängen. Niedermaier: "Ich war schon an den guten Fahrern immer dran, aber es hat heute nicht so hingehauen. Bei den Ligarennen hatte ich gefühlt jeden Start gewonnen. Das war heute nicht so. Vielleicht wollte ich zu viel. Im Kopf passt es noch nicht so ganz, aber es wird schon noch werden."
DMV-Fahrer Luca Bauer, Sohn des ehemaligen Vizeweltmeisters Günther Bauer kam ebenfalls auf 8 Punkte und ist damit der achte Fahrer, der im Grand Prix dabei ist. "Ich bin leider mit dem Eis überhaupt nicht klargekommen, ich habe es immer wieder außen versucht, aber da ging nichts. Wir haben uns nicht mit Ruhm bekleckert, aber wichtig ist, dass wir weiterkommen und nicht auf eine Wildcard hoffen müssen", sagte der Oberbayer.
Nicht gelangt hat es für Max Niedermaiers Cousin mit dem gleichen Namen: Trotz gutem Einsatz kam der „Minimax“, der ebenfalls für das Inn Isar Racing Team fährt, mit 4 Punkten nur auf Platz 12 und ist damit ausgeschieden.
So erwartet die Zuschauer am 14./15. März in Inzell und 11. April in Heerenveen (NL) ein Top-Fahrerfeld: Gesetzt sind die ersten Fünf der WM 2025 mit Weltmeister Martin Haarahiltunen (S), Vize Niclas Svensson (S), Max Koivula (FIN), Jasper Iwema (NL) und Heikki Huusko (FIN), dazu die ersten Acht aus Örnsköldsvik. Die FIM wird noch zwei Fahrer mit permanenten Wildcards benennen und die DMV LG Südbayern kann für Inzell einen lokalen Wildcardfahrer auswählen.
Resultate: Eisspeedway-WM-Qualifikation Örnsköldsvik/S:
Qualifiziert für Eisspeedway-GP 2026:
1.Franz Zorn (A), 15 Punkte
2. Aki Ala-Riihimäki (FIN), 13
3.Hans Weber (Valley), 12
4.Filip Jäger (S), 12
5. Leon Kramer (NL), 9
6. Lukas Hutla (CZ), 9
7. Max Niedermaier (Edling), 8
8. Luca Bauer (Reit im Winkl), 8
- Ausgeschieden:
9. Sebastian Reitsma (NL), 7
10. Ove Ledström (S), 7
11. Andrej Divis (CZ), 7
12. Maximilian Niedermaier (Fraueneuharting), 4
13. Martin Posch (A), 3
14. Isak Dekkerhus, Res. (S), 2
15. Jo Saetre (N), 2
16. Paul Cooper (GB), 1
17. Jimmy Hörnell (S), 1
18. Melvin Björklin (S), 0
Text und Foto: DMV
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