Rallye Dakar: Knappstes Ergebnis aller Zeiten
Die Rallye Dakar, härteste und berühmteste Offroad-Rallye der Welt, wurde dieses Jahr buchstäblich in letzter Sekunde entschieden.
In der Motorradklasse führte vor der 13. und letzten Etappe der Amerikaner Ricky Brabec auf Honda mit einem Vorsprung von 3.20 Minuten vor dem argentinischen KTM-Piloten Luciano Benavides. Da die letzte Etappe mit 102 Kilometer die kürzeste von allen und relativ leicht ist, konnte niemand damit rechnen, dass Benavides diesen Rückstand noch aufholen könnte. Dann geschah das Unfassbare: Sieben Kilometer vor dem Ziel machte Brabec einen Navigationsfehler, bog vor einer Lagune zu früh links ab und fuhr damit auf der falschen Seite der Lagune Richtung Ziel. Nach drei Kilometern bemerkte der Kalifornier seinen Irrtum, als er Benavides auf der anderen Seite der Lagune sah. Er kehrte um, musste zurückfahren und verlor dadurch mehr als drei Minuten. Im Ziel nach 4840 Kilometern und 13 Etappen mit einer gezeiteten Gesamtfahrzeit von 49:00.41 Stunden war Benavides zwei (!) Sekunden vor Brabec im Ziel und gewann mit dem knappsten Vorsprung ever erstmals die Dakar-Rallye.
Benavides ist erst der zweite Südamerikaner, der die Dakar gewinnen konnte und vor ihm siegte 2021 und 2023 sein älterer Bruder Kevin Benavides in der Motorrad-Wertung.
In der Automobilwertung gewann erneut der Qatari Nasser Al-Attiyah mit Copilot Fabian Lurquin (BEL) im Dacia Sandrider. Mit 9.42 Minuten Rückstand wurden die Spanier Nani Roma/Alex Haro im Ford Zweite, der dritte Platz ging an Mattias Ekström/Emil Bergkvist, ebenfalls im Ford, mit 14.33 Minuten Rückstand.
Die Endergebnisse sind hier nachzulesen: Official Dakar rankings - bike - quad - car - SxS - truck
Text: DMV, Foto: Romero
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