Rallye Dakar: Routiniers führen in der Auto-Wertung

Im Offroad-Motorsport gibt es keinen größeren Mythos als die Rallye Dakar. Bei der 48. Ausgabe, die zum sechsten Mal durch die Wüsten Saudi-Arabiens führt, kämpfen 115 Motorradfahrer und mehr als 200 Automobilisten in fünf Klassen und der Classic Dakar um Etappensiege, Klassensiege und den Gesamtsieg. 

Die Strecke führt dieses Jahr vom 3. bis zum 17. Januar über 13  Etappen und mehr als 8000 Kilometer, davon 4300 gegen die Uhr, durch Sandwüsten, über Dünen, durch Wadis und über unzählige Steine und Felsen, die den Teilnehmern reihenweise die Reifen aufschlitzen. Die Favoriten in den Vierradklassen mussten bereits bis zu neun (!) Reifenschäden an einem Tag hinnehmen.

Darunter litt auch der Topfavorit in der Ultimate-Klasse, der Südafrikaner Henk Lategan, der mit seinem Toyota W2RC durch diverse Zwangsstops nach der neunten von 13 Etappen am Dienstag auf den vierten Zwischenrang zurückgeworfen wurde. Rallye-Rekord-Weltmeister Sebastien Loeb mit dem Dacia Sandrider lag gar 21 Minuten hinter der Spitze, nur auf dem sechsten Rang, und wartet weiterhin auf seinen ersten Dakar-Triumph.

An der Spitze finden sich nach dem ersten Teil der zweiten Marathon-Etappe, vier Tage vor Rallye-Ende, bekannte Namen mit viel Wüstenerfahrung: Nani Roma aus Spanien führt mit seinem Ford (Ultimate-Klasse) mit 36 Stunden, 44 Minuten und einer Sekunde. Dahinter liegt Carlos Sainz senior, ebenfalls auf Ford in der Ultimate-Klasse mit nur 57 Sekunden Rückstand. Auf Platz 3 der arabische "Local Hero" Nasser Al-Attiyah im besten Dacia, der auch nur 1.10 Minuten hinter Roma liegt. 
Sekundenabstände nach über 36 Stunden Fahrtzeit gegen die Uhr! 

Die Fahrer verbringen während der Marathon-Etappe die Nacht auf Mittwoch in einem provisorischen Biwak, abgeschnitten von ihren Service-Teams, nur mit einem Zelt, einem Schlafsack, Essen und Wasser ausgerüstet. Notwendige Arbeiten und Reparaturen am Fahrzeug müssen Fahrer und Copilot selbst ausführen.

Während nur Sekunden zwischen den Besten liegen und nur noch vier Etappen zu absolvieren sind, kann durch die Unwägbarkeiten bei Streckenführung, Wetter und etwaigen Schäden am Fahrzeug im Ziel am Samstag in Yanbu am Roten Meer das Endergebnis doch ganz anders aussehen.

Mehr zur Dakar auf https://www.dakar.live.worldrallyraidchampionship.com/

Text: DMV, Foto: RED BULL
  

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Veröffentlichung

Di, 13. Januar 2026

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