DMV Inn Isar Racing gewinnt in Olching
Kult-Ansager Georg Smolinski frohlockte gar nach Lauf 15: „Einen bayerischen Jodler brauch ma!“ Dann kam er auch – der Jodler – direkt von Smolinski-Senior gekonnt über das Mikrofon zelebriert. Warum die Freude aus ihm so herausbrach: Der MSCO-Drifterin Patricia Erhart gelang es spektakulär, einen Laufsieg zu erkämpfen. Und in der Tat wirkte Erharts Highlight-Fahrt für die Blau-gelben wie ein Befreiungsschlag. Vorher kamen die Olchinger nämlich zäh in die Wettfahrten, wie auch Martin Smolinski bestätigte: „Wir haben schlecht angefangen und auch ich war nicht zufrieden mit mir. Ich hätte vielleicht doch beim Training mitmachen sollen – aber als Vorstand musste ich am Vormittag einiges organisieren.“
So startete der MSCO-Vorsitzende mit drei zweiten Plätzen in das Meeting und erklärte das so: „Ich bin zwischendurch sogar auf das andere Moped gestiegen, das hat aber auch nicht gescheit funktioniert. Dann bin ich wieder zurück auf das Einser-Moped und habe nochmal was umgebaut. Damit haben wir dann das gewisse Etwas herausgekitzelt. Dann hätten alle gemerkt: „Der alte Mann ist wieder da“, ergänzte Smolinski schmunzelnd.
Patricia Erharts Laufsieg war also – wenn man so will – die Initialzündung zur MSCO-Aufholjagd. Vorher betrug der Rückstand zu den „Fightern“ vom MSC Cloppenburg schon einmal fünf Punkte. Die Inn Isar-Racer waren da schon gar nicht mehr in Reichweite, das stachelte auch Smolinski an: „Meinen letzten Vorlauf konnte ich schon gewinnen und im Lauf der Tagesbesten musste ich dann von ganz innen zum Material hinaus, auf dem man gut Schub bekam.“ Dorthin katapultierte sich der Olchinger Teamkapitän atemberaubend, aber das habe sich ausgezahlt: „Als ich an der Wand war, tauchten alle drei Gegner neben mir auf, da ist es kurz eng geworden. Man hat mich wohl hinter der Bande gar nicht mehr gesehen, aber ich konnte an der Außenkante gut durchgehen.“
Vor diesen haarigen Szenen stand es zwischen Olching und Cloppenburg 31-31, also war Smolinskis Dreier im finalen Lauf entscheidend dafür, dass der zweite Platz noch erobert werden konnte. Derweil ständig abgeschlagen, kämpften sich die Diedenbergener DMV White Tigers durch den Renntag. Einzig der Allgäuer Sandro Wassermann scorte stark und holte allein elf der 17 „Tiger-Punkte“.
Text: Gunnar Mörke/SVG, Foto: Eberhard Wallenäffer
Tabelle 2. Speedway-Bundesliga (nach 4 von 5 Rennen)
Platz | Team | Rennen | Laufpunkte | Matchpunkte |
1. | Inn Isar Racing Team | 4 | 145 | 9 |
2. | MSC Cloppenburg Fighters | 3 | 118 | 7 |
3. | MSC Olching | 3 | 110 | 6 |
4. | Teterower Hechte | 3 | 71 | 2 |
5. | White Tigers Diedenbergen | 3 | 35 | 0 |
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