Ist ein 2-Runden-Rennen ein Rennen?

Die Wellen schlugen hoch über das Formel-1-Rennen vergangenen Sonntag in Spa, das hinter dem Safetycar gestartet und zuende gefahren wurde und nach nur zwei Runden eine Wertung mit halben WM-Punkten bekam. Viele Formel-1-Fans fühlen sich betrogen. Der Deutsche Sportfahrer Kreis (DSK) kritisiert das Vorgehen des Formel-1-Managements scharf - und spricht vielen Motorsportfans aus der Seele.

„Mit zwei Runden hinter dem Safety-Car einen GP-Sieg zu erobern, blamiert den Motorsport und enttäuscht die Fans.“ Mit klaren Worten wendet sich DSK-Präsident Dr. Karl-Friedrich Ziegahn gegen die Wertung des Formel-1-Rennens in Spa-Francorchamps am vergangenen Wochenende. „Natürlich waren die widrigen Bedingungen durch intensive Regenschauer eine Belastung und eine Gefahr für die Piloten der Formel 1 und die Entscheidungen der Rennleitung zur Startverzögerung aus Sicherheitsgründen nachvollziehbar“, betont Ziegahn. Aber aus Sicht unserer Mitglieder, vor allem der privaten und engagierten Motorsportler, wirkt unter diesen Bedingungen die Erstellung einer Rennwertung skurril und unverständlich. Es wurden wenige Runden hinter einem Safety-Car abgerollt, es wurde kein Rennen gestartet, kein Überholmanöver ermöglicht. Wie kann dann ein Rennergebnis erstellt werden?


Natürlich wissen wir, dass mit dieser Wertung Verträge eingehalten wurden und entsprechende Zahlungen getätigt werden konnten. Natürlich geht es in dieser Liga des Motorsports nur ums Geld. Aber die Formel 1 hat auch eine Vorbildfunktion für den gesamten Motorsport. Und hier hat sie erneut versagt. Entweder sind die Bedingungen unfahrbar, dann muss das Rennen abgesagt werden. Oder sie sind mit entsprechend intelligenter Fahrweise zu meistern, dann starten wir. Das gilt bei jeder Rallye, bei jedem Slalom, bei jedem GT Masters oder allen anderen Motorsportveranstaltungen. Und wenn ein Wettbewerb nicht gestartet wird, gibt es kein Ergebnis und keine Punkte, egal, was das schlaue Reglement der F1 anscheinend diesmal ermöglicht hat. 

Veräppelt wurden allemal auch die Zuschauer an der Strecke, die nicht nur stundenlang im Regen ausharrten, sondern ohne Rennen den Heimweg angetreten sind. Als DSK fordern wir daher die Entschädigung aller Ticket-Besitzer und ein Angebot für zukünftige Formel 1 Veranstaltungen.

„Kein Rennen – kein Ergebnis – keine Wertung“ – auf diese simple Formel bringt es der DSK und hofft, dass alle Akteure nochmals zur Besinnung kommen.

Foto: HOCH ZWEI/ www.hoch-zwei.net


Veröffentlicht am: 31.08.2021 | Kategorie: News Automobilsport | Zugriffe: 608
Dieser Newsbeitrag wurde verfasst von:

DMV Redaktion

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