MotoGP: Alle Hoffnungen auf Folger

Nachdem Stefan Bradl im letzten Jahr seinen Platz in der MotoGP-Klasse räumen musste und zu Honda in die Superbike-WM ausweichen musste, blieben die Hoffnungen der deutschen Fans in der Motorrad-WM auf den Rookie Jonas Folger konzentriert.

Der Mühldorfer hat dieses Jahr im Team Tech3-Yamaha eine Vorjahres-Werksmaschine pilotiert und konnte anfangs mit sensationellen Erfolgen aufwarten. Der Höhepunkt war dabei sein zweiter Platz auf dem Sachsenring, bei dem er sogar unter dem Jubel von 100.000 Fans mehrere Runden vor dem späteren Weltmeister Marc Marquez blieb.

Doch nach dem Rennen in Aragon musste der 24-jährige Bayer auf die letzten vier GP-Starts verzichten, da er infolge einer Viruserkrankung zu schwach für jede sportliche Betätigung war. Erst später diagnostizierten die Ärzte das Gilbert-Syndrom bei Folger, eine genetisch bedingte Erkrankung. Nun meldete sein Teamchef Herve Poncheral, dass der einzige deutsche MotoGP-Pilot bis zu Weihnachten wieder völlig fit sei: «Jonas wird 2018 unser Fahrer sein», betont der Franzose. «Ich denke, er hat großes Potenzial, das er in der MotoGP-Klasse zeigen kann. Was er beim Deutschland-GP geleistet hat, der Podestplatz und der Kampf gegen Márquez auf einer so schwierigen Strecke, war kein Zufall.“

Poncheral rechnet damit, dass Folger in jedem Fall an den Testfahrten in Sepang am 28. Januar 2018 teilnehmen wird.

Dort trifft Jonas nur in der Moto2 und Moto3 auf deutsche Fahrer, doch der ehemalige Moto3-Weltmeister Tom Lüthi aus der Schweiz bekam für kommende Saison in der Königsklasse beim privaten Marc VDS Honda-Team ebenfalls einen Startplatz.

Die Favoriten für die MotoGP-Saison 2018 sind erneut der amtierende und mit 24 Jahren schon sechsfache Weltmeister Marc Marquez (Honda) und sein in diesem Jahr erbitterter Herausforderer Andrea Dovizioso (Ducati). Der Italiener konnte das Titelrennen in der MotoGP bis zum letzten Rennen in Valencia bis zur Schlussphase, als er stürzte, offenhalten.

Foto: Thomas Bauer

Noch einmal um den Titel mitfahren möchte ein anderer Italiener: Valentino Rossi, 38 Jahre und lebende Kultfigur im Motoradsport, wird nach der schwierigen Saison 2017, in der er nach einer Trainingsverletzung „nur“ auf den fünften Schlussrang kam, zumindest noch die Saison 2018 dranhängen – oder mehr. Auf der Yamaha sieht der neunfache Weltmeister 2018 als ein wegweisendes Jahr: „Ich werde nach den ersten Rennen der Saison 2018 schauen, wie konkurrenzfähig ich noch bin, dann werde ich entscheiden, ob ich für zwei weitere Jahre bei Yamaha unterschreibe.“


Veröffentlicht am: 13.12.2017 | Kategorie: News Strassenrennsport | Zugriffe: 829
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