Eisspeedway-WM Inzell 2019: Freier Eintritt beim WM-Training

Am 16. und 17. März 2019 findet das vierte Eisspeedway-WM-Finale in Inzell statt. Das Spektakel in der Max Aicher Arena lockt zudem mit Fahrerlagerzugang / Pitwalk, einer After-Race-Party und vielem mehr. Bevor die Eisspeedwaygladiatoren an den beiden Renntagen um Grand Prix 7 und 8 kämpfen, steht am Freitag, den 15. März das Training an. Die veranstaltende DMV Landesgruppe Südbayern e.V. lädt alle Interessierten am Freitag zu einem kostenlosen Trainingsbesuch ein...

Eisspeedway ist nicht nur eine spektakuläre Motorsportart, sondern auch immer wieder ein Highlight für Jung und Alt. Bei keinem anderen Motorsport ist der Zuschauer so nah am Geschehen wie in der Max Aicher Arena in Inzell. Die Kunsteisbahn und somit auch die Eisspeedwayfahrer auf ihren mit 28 mm langen Spikes bestickten Höllenmaschinen sind nur fünf Meter von den Tribünenplätzen entfernt. Die 300 Spikes ermöglichen unbeschreibliche Schräglagen, die man einfach mal gesehen haben muss...

Leider ist diese Disziplin noch immer eine Randsportart und benötigt dringend Unterstützer und Nachwuchsfahrer. Die DMV Landesgruppe Südbayern e.V. möchte als Veranstalter den Anfang machen und versucht mit einer einmaligen Aktion, unseren Eisspeedwaygladiatoren eine Mega-Kulisse zu bieten. Die Jungs investieren so viel Zeit, Geld und Engagement in ihren Sport, so dass wir Ihnen auch beim Freitagstraining ein volles Haus bieten möchten: Daher laden wir alle Interessierten zu einem kostenlosen Trainingsbesuch ein!  

Nutzen Sie diese einmalige Gelegenheit, um sich die wohl spektakulärste Motorsportart live vor Ort und in einem der schönsten Eisstadien der Welt anzusehen. Genießen Sie die atemberaubende Atmosphäre, die enormen Schräglagen und den einzigartigen Methanolgeruch in der Max-Aicher-Arena in Inzell. 

Das Training beginnt am Freitag, den 15.03.2019 um 14:00 Uhr, Stadioneinlass ist ab 13:30 Uhr. Die kostenlosen Trainingstickets sowie Eintrittskarten für die Rennen am Samstag und Sonntag gibt es an der Tageskasse (Freitag ab 11 Uhr).

"SCHLIFF" der Lokalmatador 

Was wäre Inzell ohne Günther Bauer (oben im Bild). Leider konnte der deutsche Vorzeigepilot der letzten Jahre wegen Krankheit bei der diesjährigen Qualifikation in Schweden nicht antreten. Auf seiner Heimbahn in Inzell nicht teilzunehmen wäre sowohl für Bauer als auch für den Veranstalter eine mittlere Katastrophe. Glücklicherweise gibt es die Veranstalter-Wildcard, sodass die „Inzeller” auf ihren Publikumsmagneten nicht verzichten müssen. Markus Jell, fünftplatzierter der heurigen Europameisterschaft wartet als Reservefahrer auf seinen Einsatz. Fehlt da in der Startliste nicht Luca Bauer, werden sich Insider fragen? Erst vor wenigen Tagen empfahl sich Luca mit Rang drei bei der Europameisterschaft in Russland und trotzdem keine Berücksichtigung beim „Rennen vor der Haustür?” Da Luca seit 2018 mit einer italienischen Fahrerlizenz fährt, hat der DMSB zunächst Bedenken geäußert, konnte aber letztendlich durch unzählige Telefonate überzeugt werden. So kommt es 2019 wieder zu einem Vater-und-Sohn Duell, denn Luca Bauer erhielt ebenfalls einen Reserveplatz in Inzell.

 

Wer kann die Russen in Inzell fordern?

Momentan liegen vier russische Fahrer nur durch wenige Punkte getrennt in der Gesamtwertung klar in Führung. Es bedarf keiner hellseherischen Fähigkeit, um vorauszusagen, dass der neue Weltmeister entweder Ivanov, Koltakov, Valeev oder Khomitsevich heißen wird. Im Fahrerlager stets nett und höflich, kennen sie auf der Eisfläche keine Freundschaft und bekämpfen sich gegenseitig unbarmherzig bis zur Ziellinie.

Der junge Schwede, Martin Haarahiltunen nutzte diese Konstellation schon mehrmals aus und setzte die „Russen-Armada” gewaltig unter Druck. Wie weit sich die langjährigen Publikumslieblinge Günther Bauer (Deutschland) und Franky Zorn (Österreich) auf Grund von Verletzungen und unverschuldeten Stürzen in Inzell in Szene setzen können, bleibt abzuwarten.

Ein neuer Lichtblick steht jedoch schon bereit: Johann Weber, „Eishans” wie er von seinen Fans gerufen wird, zeigte bereits bei den diesjährigen Grand Prix-Läufen in Russland sein enormes Talent und befindet sich momentan auf dem 7. WM-Gesamtrang. Auch Max Niedermaier hat sich in dieser Saison wieder enorm gesteigert und wird in der Max Aicher Arena, auf heimischen Eis, für gewaltige Stimmung auf den Rängen sorgen. Stefan Pletschacher, der dritte deutsche Teilnehmer, der noch immer an einer Schulterverletzung laboriert sollte bis Inzell wieder einigermaßen fit sein und seine Fans und Sponsoren zum Jubeln bringen.

Noch ein paar technische Daten

Die Rahmen für diese Motorräder werden von einigen wenigen Spezialisten hergestellt und exakt an die Körpergröße des Fahrers angepasst. Als Antriebseinheit wird fast ausschließlich die tschechische JAWA eingesetzt. Die Leistung der mit Methanol gespeisten Motoren liegt zwischen 60 und 65 PS. Die Reifen sind mit maximal 28 mm langen Spikes bestückt (Vorderrad 130, Hinterrad 180 - 190). Maximale Beschleunigung auf der kurzen Strecke sowie die größten Schräglagen im Motorradsport werden durch die enorme Unterstützung der Spikes erreicht. Um die zwei Räder sind stabile Rohrkäfige als Schutz für die anderen Fahrer befestigt. Die Motorräder haben keine Bremsen. Gebremst wird nur mit der Gashand (Motorbremse). Das rechte Handgelenk ist mit einer dünnen Schnur mit dem Zündunterbrecher verbunden. Sobald die Verbindung unterbrochen wird (Sturz, Unfall) geht der Motor aus und nach wenigen Augenblicken stehen die Räder still.

 

Zeitplan  

„Entgegen den vielen Gerüchten wird es an der Tageskasse für beide Renntage noch ausreichend Stehplatzkarten geben“, verspricht Vorstandsvorsitzender Kai Schmiedeknecht. „Der Vorverkauf lief zwar sehr gut, aber es werden jedes Jahr ausreichend Tickets einbehalten um auch den kurzentschlossenen aus der Region die Möglichkeit eines Besuchs in der Max Aicher Arena zu geben.“

  • Am Freitag, den 15. März gibt es eine einmalige Aktion: FREIER EINTRITT beim WM-Training. Der Veranstalter bietet allen Personen freien Eintritt zum WM-Training in die Max Aicher Arena in Inzell. Nutzen Sie diese einmalige Gelegenheit, um sich diese wohl spektakulärste Motorsportart live vor Ort und in einem der schönsten Eisstadien der Welt anzusehen.

Kassenöffnung: 11.00 Uhr, Einlass ins Stadion: 13.30 Uhr, Trainingsbeginn: 14.00 Uhr

  • Samstag, 16. März – Grand Prix Finale 7

Kassenöffnung 10,00 Uhr, Einlass ins Stadion: 15.30 Uhr, Rennen ab 16.20 Uhr

  • Sonntag, 17. März – Grand Prix Finale 8

Kassenöffnung 10,00 Uhr, Einlass ins Stadion: 12.30 Uhr, Rennen ab 13.20 Uhr

Was die Besucher sonst noch wissen sollten:

  • Fahrerlagerzugang / Pitwalk:  Mit einer gültigen Eintrittskarte haben Sie Samstag ab 15.00 Uhr und Sonntag ab 12.00 Uhr (30 Minuten) Zutritt ins Fahrerlager. Erleben Sie die Fahrer mit deren Motorrädern aus nächster Nähe und holen sich ihre Autogramme!
  • After-Race-Party : Besuchen Sie am Samstag nach der Veranstaltung die Party der Eishockeyabteilung des DEC Inzell in der Turnhalle, direkt gegenüber der Max Aicher Arena.
  • Bitte der Veranstalter: Alle anreisenden Besucher der Veranstaltung werden gebeten die öffentlich gekennzeichneten Parkplätze anzufahren. Von dort bringen Sie die kostenlosen Shuttle Busse zum Stadion und nach der Veranstaltung wieder zurück. Der Shuttlebus ist am Samstag ab 13.30 Uhr und am Sonntag ab 10.30 Uhr im Einsatz.

Text: Manfred Hirsch / Kai Schmiedeknecht

Fotos: Bilder: David Reygondeau / Good Shoot - FIM


Veröffentlicht am: 14.03.2019 | Kategorie: News Bahnsport | Zugriffe: 288
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