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Actionreicher Auftakt der DMV BMW Challenge

Spannender hätte der Start in die neue Saison für die DMV BMW Challenge kaum sein können. Auf dem Hockenheimring feierten sich die Teilnehmer mit zwei Rennen der Extraklasse selbst.
In einem abwechslungsreichen ersten Durchgang fuhr Harald Tänzler (M3 GTR 3,4 E46) zum Sieg, während Rafael Riethmüller (M3 GT 3,3 E46 K) seinen Kampfgeist im zweiten Heat mit einem Sieg belohnte. Traumwetter über das gesamte Wochenende begleitete den Saisonauftakt. Nach der langen Winterpause waren die Piloten scheinbar heiß wie Frittenfett. Denn gleich im ersten Durchgang legten die Protagonisten los wie die Feuerwehr.

Gleich zu Beginn überraschte der Trainingszweite Rafael Riethmüller Polesitter Janis Steiner im BMW Z4 GT 3,3 und schnappte sich die Führung. Steiner machte mächtig Druck. In der Senke vor der Südkurve sah Steiner im zweiten Umlauf seine Chance und stach beim Anbremsen innen rein. Dabei berührten sich beide Kontrahenten. Die Folge waren zwei Dreher, worauf für beide die Führung futsch war. Während Riethmüller noch auf Platz 4 vorfahren konnte, kam für Steiner wenig später das Aus. Christian Schulze (M3 GT 3,3 E46) nutzte seine Chance und zog genau wie Harald Tänzler vorbei. Was folgte war ein enger Schlagabtausch, wobei die Führung gleich mehrmals wechselte. Erst in der letzten Runde fiel die Entscheidung zugunsten von Harald Tänzler. „Das ist der erste Gesamtsieg in meiner siebenjährigen Motorsportkarriere. Es war von Anfang an ein spannendes Rennen mit fairen Zweikämpfen. Von hinten war auch ständig Druck da. Aber es ist alles gut gegangen“, freute sich Tänzler.

Platz 3 ging an Matthias Peper (M3 GT E46), der zum Schluss an das Führungsduo bis auf 1,8 Sekunden herangefahren war. Mit dem dritten Gesamtplatz entschied Peper zudem die GTR2 vor Lorenz Ovenhausen (M3 GT 3,3 E36) für sich.

Das zweite Rennen war nicht weniger actionreich. An der Spitze behauptete sich zunächst Riethmüller vor Schulze und Tänzler. Nach anfänglichem Zweikampf mit Tänzler setzte sich Schulze ab und machte Druck auf den Gesamtführenden. In Runde 7 zog Schulze vorbei. Doch nach drei Umläufen holte sich Riethmüller die Führung zurück. Platz 1 stand damit fest, während sich dahinter das Spielchen für Schulze wiederholte. Wiederum schlug Tänzler im letzten Umlauf zu, so dass sich Schulze mit Position 3 begnügen musste. „Es ist halt blöd gelaufen im ersten Rennen. Was will man machen. Wir haben uns berührt. Danach war das Auto aus und ich musste neu starten“, berichtete Riethmüller.

Extrem eng war diesmal die Entscheidung in der GTR2. Lutz Peper hatte sich für Rennen 2 hinter das Volant des M3 E46 geklemmt. Durch die Ausfälle von Marek Müller (E30 V8) und Christoph Peper (M3 3,3 E30) wurde Lutz Peper auf P4 nach vorne gespült. Die Führung in der GTR2 währte jedoch nicht lange. Nur eine Runde später ging Lorenz Ovenhausen am M3-Piloten vorbei. Am Schluss entschieden 0,147 Sekunden für Ovenhausen. „Irgendwie habe ich mich besser als heute Morgen gefühlt. Ich hatte zunächst einen coolen Fight mit Michael Neuhauser. Vor Michael sah ich noch Lutz Peper mit dem E 46. Es war mein Ziel, ihn noch zu kriegen. Ich habe mich dann Runde um Runde an ihn herangearbeitet und es doch noch geschafft“, fasste der sichtlich stolze Sieger der GTR2 sein Rennen zusammen.

Doppelsieg für Peter Weymann. Hochspannung war in den Cup-Klassen angesagt. Teilweise balgten sich bei den 325er gleich vier Fahrzeuge um den Sieg. Peter Weymann (325i E30) musste im ersten Rennen nach anfänglicher Führung den stark fahrenden Heribert Haimerl (325i E30) vorbeilassen. Jan Buchwald (325i E36) und Christoph Driescher (325i E36) mischten ebenfalls mit. Vier Runden vor Ende holte sich Weymann die Führung zurück. Haimerl und Driescher landeten auf den weiteren Pätzen. Auch im zweiten Rennen hatte Haimerl die Führung inne. Nach vier Runden kam jedoch das Aus, so dass der Weg für Weymann frei war. Rang 2 belegte Driescher vor Oliver Bauer im 325i E46.

Bei den 318er war Nick Hancke (318is E36) an diesem Wochenende nicht zu schlagen. Der Youngster hielt zweimal Maurice Thormaelen (318ti E36) hinter sich

Text: THOMAS RÖPKE/PATRICK HOLZER


Foto: HOLZER