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Formel 1: Ohne Rosberg und Ecclestone

Wenige Wochen nach dem Formel-1-Rücktritt des frischgebackenen Weltmeisters Nico Rosberg kam, aus heiterem Himmel, der nächste Schock für Formel-1-Liebhaber und Insider: Bernie Ecclestone, seit mehr als 40 Jahre Boss und Seele der weltgrössten Rennserie, wurde vom neuen Rechteinhaber gekündigt.

Damit ist die Ära Bernie Ecclestone in der Formel 1 definitiv beendet; der Brite erhielt am 23. Januar die Kündigung als Geschäftsführer der Motorsport-Königsklasse. Der ehemalige Chefpromoter, der schon beim ersten Formel-1-Rennen am 13. Mai 1950 dabei war, bestätigte seinen Abgang.

„Ich wurde abgesetzt. Bin einfach weg. Das ist offiziell. Ich führe die Firma nicht mehr. Meine Position wurde von Chase Carey übernommen“, sagte der Brite. Ecclestone soll der Formel 1 erhalten bleiben – als Ehrenpräsident. „Ich führe diesen Titel ohne zu wissen, was er bedeutet», sagte der 86-Jährige.

 

Was Ecclestone in vier Jahrzehnten erschuf, aus einer unbedeutenden Rennserie mit Garagenteams die weltgrößte Motorsportserie mit jährlichen Milliarden-Umsätzen zu machen, ist einzigartig. Doch das, was der clevere, kleine Geschäftsmann aus Großbritannien managte und immer weiter ausbaute, kam mit „Mister E.“ selbst in die Jahre. In den letzten Jahren häuften sich die Beschwerden über sinkende Zuschauerzahlen an den Rennstrecken und vor den TV-Geräten, über immer langweiligere Rennen, Piloten, die im Vergleich zu den früheren Racern mehr als Retortenprodukte in Erscheinung traten, und die stetig steigenden Kosten, die so manches F1-Team die Existenz kosteten, wie auch traditionelle Grands Prix (wie Nürburgring, Hockenheim) aus dem Kalender kippten.

Da war es konsequent, am System des jetzt 86-jährigen Ecclestone zu sägen und neue Fakten zu schaffen. Ecclestone begann, ohne dass es ihm bewusst war, schon selbst sein Grab als Chef zu schaufeln, als er 1999 50 Prozent seiner Anteile an die Banken Hellmann & Friedmann und Morgan Grenfell verkaufte. Diese Anteile wechselten dann von Bank zu Bank, zu Investmentfonds und anderen undurchsichtigen Konstrukten. Ab 2003 war Ecclestone nur noch Angestellter seiner eigenen Formel-1-Holding. Eigentümer war nun die Firma CVC. Da zwei Versuche eines Börsenganges scheiterten, suchte CVC einen Käufer und fand ihn am 7. September letzten Jahres in dem amerikanischen Medienkonzern Liberty Media.
Nach Absprache zwischen Liberty und Bernie Ecclestone sollte der Formel-1-Zampano noch in einer Art Übergangszeit drei Jahre lang an der Spitze bleiben, als das Medienunternehmen aus Colorado 18,7 % der Formel-1-Holding kaufte. Doch am 17. Januar 2017 stockte das Unternehmen auf 35,3 % auf und hatte damit auch die Stimmrechte. Nur fünf Tage später setzte Liberty Ecclestone ab.

Die Rolle, die Ecclestone in der Formel 1 über 40 Jahre lang einnahm, ist jetzt auf drei Personen aufgeteilt: Liberty-CEO Chase Carey hat den Posten des Geschäftsführers. Ex-Teambesitzer Ross Brawn ist neuer Sportchef. Die kommerzielle Seite des Formel-1-Business bestimmt künftig der ehemalige ESPN-Manager Sean Bratches.
Die neuen F1-Besitzer aus Amerika machen kein Geheimnis daraus, dass sie sich noch mehr Action und einen noch längeren WM-Kalender als bisher wünschen. Also ist in Sachen Kommerzialisierung wohl noch nicht das letzte Wort gesprochen.

Und was wird jetzt aus Ecclestone? Der hat sich wohl, nach anfänglichen Gerüchten, er wolle eine Alternativserie etablieren, mit seinem Rentnerdasein abgefunden: „Vielleicht komme ich auch mal zu einem Grand Prix. Ich habe noch genug Geld, um mir den Besuch bei einem Rennen leisten zu können.“